Montag, 31 August 2015 08:54

Grüne werfen SPD Wortbruch vor

Ali Demirhan wirft der SPD Wortbruch vor. Ali Demirhan wirft der SPD Wortbruch vor. Foto: W. Reichenbächer

Geesthacht (LOZ). Vor nicht einmal drei Monaten hat die SPD sich vehement gegen die Bebauung der Ackerflächen am Finkenweg-Nord ausgesprochen. Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Kathrin Wagner-Bockey, nannte in der Ratsversammlung im Juni gute Gründe, warum die Bebauung dieser Fläche nicht notwendig ist und welche Gefahren daraus für Geesthacht entstehen könnten, nämlich den demographischen Wandel und die Erschließungskosten für die Infrastruktur.

Zusätzlich argumentierte die SPD mit dem großen Potenzial an innerstädtischen Bauflächen, die voran gebracht werden müssen: Hafencity, große Teile des Geländes der Teppichfabrik, Besenhorst u.a. Es wurde auch argumentiert, dass eine Erschließung von Finkenweg-Nord eine Konkurrenz für diese Flächen darstellen würde.

Nach dem Motto „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“ behauptet die SPD nun plötzlich das Gegenteil und stellt einen Antrag für die Ratsversammlung mit dem Argument, dass zusätzliches Bauland notwendig sei, kritisieren die Grünen in Geesthacht. Aus Sicht der Grünen macht sich die SPD unglaubwürdig und handelt gegen jede Vernunft.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ali Demirhan, fordert den Ortsvorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten der SPD auf die Glaubwürdigkeit der SPD wieder herzustellen: „Olaf Schulze muss die Notbremse ziehen und seine Partei zurück zur Verlässlichkeit führen, denn die Schmerzgrenze für eine nachhaltige und vernünftige Politik in unserer Stadt ist erreicht.“

Ali Demirhan argumentiert weiter: „Eine Politik, die nach Tagesform entschieden wird, ist weder gut für unsere Stadt noch akzeptabel. Unterschied sich die SPD in der Vergangenheit deutlich von der CDU, so gibt es aktuell keine politischen und thematischen Unterschiede zwischen SPD und CDU. Die Politik der SPD wird immer beliebiger und bedeutungsloser. Das muss die Wähler doch bei der Bürgermeisterwahl irritieren.“

Aus Sicht der Grünen gibt es keinen Grund die Stadt am Nordrand zu bebauen. Die demografische Entwicklung erfordert zukunftsfähige Konzepte, denen die Innenstadtverdichtung am ehesten entspricht.

„Wir müssen die Bebauung der Hafencity und die Erschließung der Grundstücke am Besenhorst forcieren und zusammen mit der Wogee intelligente Lösungen für das Gelände der Teppichfabrik finden. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen muss die Flächenversiegelung ein Ende haben, weswegen auf die Bebauung von Finkenweg-Nord verzichtet werden sollte“, schließt Demirhan ab.

Letzte Änderung am Montag, 31 August 2015 09:06
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