Mittwoch, 16 September 2015 17:54

Glückliche Kühe: Der Blunck-Umweltpreis 2015 geht an die Rindergilde Geesthacht

Die Mitglieder des Rindervereins Geesthacht mit dem Juryvorsitzenden, Thomas Neumann (li.), und dem Stiftungspräsidenten Klaus Schlie (re.) Die Mitglieder des Rindervereins Geesthacht mit dem Juryvorsitzenden, Thomas Neumann (li.), und dem Stiftungspräsidenten Klaus Schlie (re.) Foto: Anders

Segrahn (aa). Im Viehhaus auf Gut Segrahn wurde am vergangenen Sonnabend (12. September 2015) zum 22. Mal der Blunck-Umweltpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg verliehen. Außerdem wurde durch die Jury zum ersten Mal ein Jugend-Umweltpreis verliehen.

Der Blunck-Umweltpreis im Jahr 2015 ging an die Rindergilde Geesthacht. Der im Jahr 1988 gegründete Verein hat mittlerweile rund 160 Mitglieder. Die Gruppe umwelt- und ernährungsbewusster Privatleute hat inzwischen 40 Hektar Ackerland angepachtet, auf denen rund 50 Deutsch-Angus-Rinder weiden. In Kooperation mit dem Erdmannshof produziert der Verein Biofleisch. So sind die Rinder ganzjährig auf der Weise und bekommen ausschließlich das Gras der Weide und im Winter das Heu der Weide zu fressen. Darüber hinaus werden die angepachteten Ackerflächen von den Vereinsmitgliedern renaturiert. Durch die Umwandlung der ehemals intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen erhöht sich nach und nach wieder die Artenvielfalt. Es finden sich hier zum Beispiel Neuntöter, Laubfrosch, Kuckuck, Rebhuhn, Kolkrabe, Roter Milan und Schlüsselblume, Riesendistel (Wilde Karde) sowie Wildobstgehölze in einer wunderschönen und abwechslungsreichen Knicklandschaft. „Wir wollen zeigen, es geht auch anders“, sagte der Vereinsvorsitzende Uwe Kiesewein, der zusammen mit zahlreichen Vereinsmitgliedern den mit 2.500 Euro dotierten Preis samt Keramik-Eule annahm. „Mit dem Preis wollen wir nicht nur das Geleistete würdigen, sondern auch helfen, künftige Projekte zu finanzieren“, erklärte zuvor Jury-Vorsitzender Thomas Neumann. Kiesewein kündigte an, dass der Verein aktuell einen „Ableger“ des Projekts nahe Ratzeburg und Mölln plane. Weitere Informationen unter www.rindergilde-geesthacht.de.

„Der wichtigste Schritt ist die nachhaltige Veränderung. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, brauchen wir die Jugend“, beschrieb Stiftungspräsident Klaus Schlie die Bedeutung des neuen Jugendumweltpreises. Der erste mit 1.000 Euro dotierte Preis ging an die drei Schülerinnen Ivy Stenzel (15), Elsa Meinke (18) und Kathleen Lindner (19) vom Marion-Dönhoff-Gymnasium aus Mölln. Sie hatten ehrenamtlich in ihrer Freizeit das 18 Meter lange zentrale Ausstellungsstück der neuen Ausstellung im Naturparkzentrum Uhlenkolk künstlerisch anspruchsvoll gestaltet. Das Modell simuliert den Wasserlauf eines Flusses von der Quelle bis zur Mündung. Es lässt sich ausprobieren, was passiert, wenn der Flusslauf künstlich verändert wird. Die Umfassung des Modells wurde ausdrucksvoll detailreich von den Schülerinnen gestaltet. Rund 20 Quadratmeter Holzwände verwandelten die drei Mädchen über einen Zeitraum von acht Wochen mit Pinsel und Aquarellfarben in einen natürlichen, typisch schleswig-holsteinischen Flusslauf. „Es ist ein optisches Highlight in unserem Naturparkzentrum“, lobte der Leiter des Uhlenkolks, Patrick Rösen, in seiner Laudatio.

Weitere Preise im Jugendbereich gingen an den evangelisch-lutherischen Kindergarten „Grasshüpfer“ in Behlendorf, die Grundschule Lütau, die Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz, Standort Krummesse sowie den NABU Büchen.

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Alle Preisträger des erstmals verliehenen Jugendumweltpreises. Foto: Anders

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