Donnerstag, 01 Oktober 2015 10:30

Aumühle bereitet sich auf weitere Flüchtlinge vor

Bürgermeister Dieter Giese, Barbara Neinass, LVB Brigitte Mirow und Polizeichef Klaus Scheipers. Bürgermeister Dieter Giese, Barbara Neinass, LVB Brigitte Mirow und Polizeichef Klaus Scheipers. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Aumühle (LOZ). In der kleinen Sporthalle der Grundschule Aumühle fand eine gut besuchte Einwohnerversammlung statt. In ruhiger, sachlicher Atmosphäre informierten Bürgermeister Dieter Giese und Brigitte Mirow, die Leitende Verwaltungsbeamtin des Amts Hohe Elbgeest, gut 120 interessierte Zuhörer über die Anforderungen der aktuellen Flüchtlingslage an das Amt, die Gemeinde Aumühle und seine Einwohner.

Während das Amt Hohe Elbgeest zur Unterbringung an die Asylbewerber und Auszahlung der Leistungen gemäß Asylbewerberleistungs-Gesetz gesetzlich verpflichtet ist, beruht die Aufnahme der Schutzsuchenden in Aumühle auf dem Einsatz der Nachbarn und der ehrenamtlichen Helfer. Barbara Neinass berichtete als Sprecherin der Helferkreises, dem 70 Personen angehören, über dessen vielfältigen Aktivitäten. Von der Begleitung bei Arzt- oder Behördenbesuchen, ehrenamtlichem Sprachunterricht bis zur Freizeitgestaltung und Familienpaten reichen die Einsätze der Helfer.

„Auch die Gemeinde Aumühle hat sich bisher und wird sich weiter an der Aufgabe der Unterbringung der Asylbewerber beteiligen, das ist gar keine Frage“, betonte Bürgermeister Dieter Giese. Bis Ende 2015 sind zu den aktuell knapp 160 Menschen bis zu 140 weitere Flüchtlinge im Amt Hohe Elbgeest unterzubringen. Die freien Kapazitäten reichen nur noch wenige Wochen. In Aumühle konnten Immobilien angemietet werden. Dabei bietet die alte Post 40 Plätze in mehreren Wohneinheiten, wie LVB Mirow erläuterte. „Von 75 Mietwohnungsplätzen in Aumühle sind derzeit noch 38 frei, das wird sich in den kommenden Wochen ändern. Bisher wohnen hier hauptsächlich Familien. Aktuell kommen viele junge Männer, die auf den Nachzug ihrer Familien hoffen, in die Kommunen. Aber wir erwarten vermehrt auch Familien mit kleinen Kindern.“

Auf die Sorgen der Anwohner um die Sicherheit bat Bürgermeister Dieter Giese die Aumühler Einwohner: „Nehmen Sie die Fremden in Ihrer Mitte auf, lernen Sie die neuen Nachbarn kennen, dann wird die Angst verschwinden. Diese Herausforderung wird unsere Gemeinde enger zusammen schweißen.“

Der Leiter der Polizeidienststelle Aumühle Klaus Scheipers berichtete, dass die Polizei bereits bei der Aufnahme der Asylbewerber vor Ort eingebunden sei, die Asylbewerber kennenlerne und bei Bedarf helfend zur Seite stehen kann. „Unter den Flüchtlingen sind eher weniger Straftäter als unter deutschen Nachbarn. Die vermehrten Einbrüche der vergangenen Wochen gingen auf das Konto von herumreisenden Banden.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 01 Oktober 2015 10:37
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