Donnerstag, 01 Oktober 2015 10:37

Polizeischließungen und mehr Transparenz im Amtsausschuss

Polizeischließungen und mehr Transparenz im Amtsausschuss Foto: W. Reichenbächer

Alle Polizeistationen im Amt Hohe Elbgeest werden aufgelöst

 

Dassendorf (LOZ). Amtsvorsteherin Martina Falkenberg berichtete im Amtsausschuss über das Gespräch der Bürgermeister aus Amtsgemeinden mit Polizeistationen mit der Polizeidirektion Ratzeburg. Dabei ging es bereits am 8. September um die geplanten Schließungen der örtlichen Wachen.

Michael Wilksen, der neue Chef der Polizeidirektion Ratzeburg, erläuterte das neue Konzept zur Umorganisation der Polizeistationen im Herzogtum Lauenburg. Das Konzept sieht vor, die Polizeistationen in den Gemeinden zu schließen und diese nach Geesthacht, Schwarzenbek (Dassendorf) und Reinbek (Aumühle, Wohltorf) zuzuordnen. Die Neuorganisation sei auch aus Gründen des Schutzes der Polizisten notwendig, die nur noch zu zweit zu Einsätzen unterwegs sein dürfen. Nach intensiver Diskussion sicherte Wilksen zu, die Vorschläge der Gemeinden zu prüfen, insbesondere, ob nicht auch Dassendorf der Polizei Geesthacht zuzuordnen ist und ob in Dassendorf eine Polizeisprechstunde eingerichtet werden sollte.

Die Umstrukturierung habe nichts mit den landesweiten Einsparungen beim Personal zu tun, betonte Polizeichef Wilksen in dem Gespräch. Alle Mitarbeiter werden in den Zentralstationen weiter im Einsatz sein. Dabei sei geplant, für jede Gemeinde feste Ansprechpartner zu benennen, so dass Ortskenntnisse nicht verlorengehen.

„Bis Ende 2018 werden alle Polizeistationen im Amt Hohe Elbgeest aufgelöst sein“, berichtete Amtsvorsteherin Falkenberg dem Amtsausschuss. „Herr Wilksen hat angeboten, das neue überarbeitete Konzept in den Gemeinden öffentlich vorzustellen.“

Außerdem erläuterte Amtsvorsteherin Falkenberg, dass das Amt Hohe Elbgeest in Abstimmung mit der Stadt Schwarzenbek und dem Amt Schwarzenbek-Land im Zusammenhang mit der Fracking-Aufsuchungserlaubnis für PRD Energy im Feld Schwarzenbek der „Erledigt“-Erklärung des Verwaltungsgerichts zugestimmt hat. PRD Energy hat sich aus der Aufsuchung im Feld Schwarzenbek zurückgezogen.

Künftig werden die öffentlichen Beschluss- und Beratungsvorlagen des Amtsausschusses und seiner Ausschüsse im Internet veröffentlicht, so dass sich interessierten Einwohner über die Inhalte der Sitzungen im Vorfeld bereits informieren können. Der Amtsausschuss möchte damit seine Arbeit transparenter machen und mehr Bürgerinnen und Bürger für die Kommunalpolitik interessieren.

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