Donnerstag, 05 November 2015 13:25

Ehrenamtliche Helferkreise treffen sich zum Informationsaustausch

Amtsvorsteherin Martina Falkenberg, Sozialbetreuer Yassine Abouadaoui, Ehren-amts-Koordinatorin Susanne Nowacki und Fachdienstleiter Ordnung und Soziales André Chors setzen auf gute Betreuung der Asylsuchenden und der ehrenamtlichen Helferkreise in den zehn Amtsgemeinden. Amtsvorsteherin Martina Falkenberg, Sozialbetreuer Yassine Abouadaoui, Ehren-amts-Koordinatorin Susanne Nowacki und Fachdienstleiter Ordnung und Soziales André Chors setzen auf gute Betreuung der Asylsuchenden und der ehrenamtlichen Helferkreise in den zehn Amtsgemeinden. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Hohenhorn (LOZ). Zum dritten Treffen der ehrenamtlichen Helferkreise im Amt Hohe Elbgeest kamen auch Vertreter des DRK, der Volkshochschulen, Kindertagesstätten und Schulen aus dem Amtsgebiet. Amtsvorsteherin Martina Falkenberg konnte gut 50 Zuhörer im Hohenhorner Gemeindehaus begrüßen. Sie dankte den Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Begrüßung und Integration der Schutzsuchenden aus vielen verschiedenen Krisengebieten. In allen zehn Amtsgemeinden sind Asylsuchende in dezentralen angemieteten oder erworbenen Immobilien untergebracht. In Escheburg besteht eine Containeranlage für 20 Personen. In Börnsen laufen die Bauarbeiten für weitere Wohncontainer für ebenfalls 20 Personen. Mehrere Immobilien werden in den kommenden Wochen in das Eigentum des Amtes übergehen und bald schon neuen Bewohnern ein sicheres Dach über dem Kopf bieten.

Der amtierenden Leitende Verwaltungsbeamte Frank Jacob erläuterte die aktuelle Asyl-Situation im Amtsgebiet. 195 Personen sind derzeit hier untergebracht. Wöchentlich kommen weitere acht bis zehn vor allem männliche Asylsuchende in die Amtsgemeinden, die bis Ende des Jahres 2015 bis zu 230 Personen und bis Ende 2016 weitere 250 Personen nach dem derzeitigen Stand aufnehmen werden. Dafür sind aktuell weitere Immobilien in der Vorbereitung. Zunehmend macht sich aber im Amtsgebiet der Mangel an Sozialwohnungen bemerkbar. Anerkannte Flüchtlinge aus Syrien oder dem Irak könnten die Unterkünfte verlassen, wenn sie neuen bezahlbaren Wohnraum finden würden. Das stellt sich aber als schwieriges Unterfangen heraus, wie mehrere Helfer berichteten.

Das Amt Hohe Elbgeest stellt nicht nur Wohnraum und finanzielle Leistungen bereit für Asylsuchende, sondern bemüht sich mit Betreuern von der AWO auch um gutes Einvernehmen in den Unterkünften. Der arabisch sprechende Sozialbetreuer Yassine Abouadaoui erläuterte beim Helferkreis-Treffen das Konzept des Amtes, bereits bei der Erstankunft die Asylsuchenden in ihrer Muttersprache zu begrüßen und die nötigen Formalitäten zu erläutern. Montags von 14 bis 16 Uhr stehen im Amtsgebäude außerdem AWO-Sprachmittler (farsi, dari, albanisch) für Fragen der Asylbewerber zur Verfügung. Auch in den dezentralen Unterkünften steht Sozialbetreuer Abouadaoui für Fragen bereit. Ab Januar 2016 wird er zusammen mit einer weiteren Mitarbeiterin der AWO Interkulturell die Asylsuchenden unterstützen.

Ehrenamts-Koordinatorin Susanne Nowacki unterstützt die Helferkreise in den Amtsgemeinden und nimmt deren Fragen vor allem in Sachen Unterkünften, Asylrecht, Leistungsbezug sowie Sprachunterricht entgegen. Nach Rücksprache mit der Amtsverwaltung bemüht sich die Koordinatorin um schnellstmögliche Klärung. Um die Helferkreise besser überörtlich zu vernetzen, zeigten sich die Helferinnen und Helfer sehr interessiert an einem regelmäßigen Austausch, der ab Januar als monatlicher Stammtisch geplant ist. Das Land hat unter willkommen.schleswig-holstein.de alle notwendigen Informationen für ehrenamtliche Helfer und Asylbewerber zusammengestellt.

Das Amt Hohe Elbgeest bietet unter www.amt-hohe-elbgeest.de / Aktuelles einen großen Fundus an Informationen zu den Entwicklungen im Amtsgebiet. Auch die Präsentationen des 3. Helferkreistreffens sind hier zu finden.

„Das Helfertreffen war sehr informativ. Die vielen Fragen haben gezeigt, dass die Helfer einen großen Informationsbedarf haben und die Treffen fortgesetzt werden sollten“, betonten mehrere Zuhörer, die der mehr als zweistündigen Veranstaltung interessiert folgten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 05 November 2015 13:28
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