Mittwoch, 18 November 2015 11:31

Brötchentüten und Informationen in den Kindertagesstätten

Gleichstellungsbeauftragte Nina Stiewink packt nicht nur eigenhändig 780 Brötchen in die Tüten, sondern auch Infomaterial zu häuslicher Gewalt. Gleichstellungsbeauftragte Nina Stiewink packt nicht nur eigenhändig 780 Brötchen in die Tüten, sondern auch Infomaterial zu häuslicher Gewalt. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Gleichstellungsbeauftragte Nina Stiewink unterstützt Aktion gegen häusliche Gewalt

 

Dassendorf (LOZ). Bereits zum 12. Mal unterstützt die Bäcker-Innung in Schleswig-Holstein den Internationalen Tag gegen häusliche Gewalt am 25. November. „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ – unter diesem Motto werden landesweit Brötchentüten verteilt von Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern oder wie im Amt Hohe Elbgeest von der Gleichstellungsbeauftragten Nina Stiewink: „In diesem Jahr werde ich 780 Tüten mit Brötchen für die Kinder und Infomaterial für die Eltern in zwölf Kindertagesstätten im Amtsgebiet verteilen.“ Damit möchte Nina Stiewink häusliche Gespräche über das Thema Gewalt in Ehe und Partnerschaft anstoßen.

„Jede dritte Frau ist von häuslicher Gewalt betroffen. Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um psychische Unterdrückung und Demütigung oder Fernhalten von sozialen Kontakten oder finanziellen Mitteln.“ Kürzungen des Haushalts- oder Taschengeldes als Druckmittel für Wohlverhalten oder verbale Demütigungen können bei den betroffenen Frauen und Männern schwere psychische Probleme auslösen, aus denen ohne fachliche Unterstützung kaum ein Ausweg zu finden ist.

Nina Stiewink wird von der Aumühler Bäckerei Baumgarten unterstützt, die Brötchen zum Sonderpreis liefert. Bereits ab Montag, 23. November hängen zwei Flaggen von „Terre des femmes“ vor dem Amtsgebäude, die mit dem Text „Frei leben – ohne Gewalt“ auf die Anti-Gewalt-Aktion verweisen. Mehr Infos unter www.frauenrechte.de.

„In ganz Schleswig-Holstein werden 350.000 Tüten verteilt. Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung in Schleswig-Holstein ist Schirmherrin der diesjährigen Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“.

Kristin Alheit betonte bei der Eröffnung im Jahr 2014, dass häusliche Gewalt in Familien leider noch ein bedeutsames Thema sei: „Betroffene müssen ermutigt werden, nicht zu schweigen, sondern über ihre Erlebnisse zu sprechen. Nur so können sie ihre Situation ändern.“ Im Jahr 2014 gab es laut Kieler Sozialministerium 2.031 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt. Knapp 1.200 Frauen flohen mit ihren Kindern in Frauenhäuser. Eine erste Anlaufstelle für qualifizierte Hilfe sind die Frauenberatungsstellen im Land.

In Schwarzenbek ist die Frauenberatung unter 04151 / 8 13 06 erreichbar, das Schwarzenbeker Frauenhaus ist Tag und Nacht zu erreichen unter 04151 / 75 78.

Das bundesweites Hilfetelefon ist unter 08000 116 016 rund um die Uhr besetzt.

Letzte Änderung am Mittwoch, 18 November 2015 11:37
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