Donnerstag, 03 Dezember 2015 18:34

Wie sieht Kröppelshagen in zehn Jahren aus?

Mit einer neuen Gestaltung könnte in Kröppelshagen die Dorfmitte an Teich und Gemeindehaus gestärkt werden. Mit einer neuen Gestaltung könnte in Kröppelshagen die Dorfmitte an Teich und Gemeindehaus gestärkt werden. Grafik: BSK

Kröppelshagen/ Fahrendorf (LOZ). Rund drei Jahre nach dem Startschuss stellte jetzt das Büro BSK Bau + Stadtplaner Kontor aus Mölln in einer Einwohnerversammlung rund 60 Kröppelshagener Bürgern das städtebauliche Konzept zur Dorfentwicklung in Kröppelshagen vor. „Die Bürger der Gemeinde Kröppelshagen-Fahrendorf haben die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft ihrer Gemeinde erkannt“, betonte Planer Horst Kühl bei der gut einstündigen Vorstellung im Gemeindesaal. „Sie wohnen gerne in ihrer Gemeinde und wollen ihre Gemeinde fit für die Zukunft machen.“

In vielen Arbeitssitzungen hatte die Planer zusammen mit Gemeindevertretern und Bürgern die Ziele und mögliche Maßnahmen der Weiterentwicklung in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren erarbeitet.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept verfolgt das Ziel, den dörflichen Charakter mit seiner Kleinteiligkeit und Überschaubarkeit sowie den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, aber auch dem engen Bezug zu Natur und Landschaft zu erhalten. Die Bedingungen für Wohnen und Arbeiten sollen verbessert werden. Der Förderung der Dorfgemeinschaft und Stärkung der Dorfmitte galt das Augenmerk in den Diskussionen, aber auch die Verkehrslage in Kröppelshagen an der Bundesstraße 207 und den Landesstraßen nach Aumühle und Escheburg standen im Mittelpunkt der Planungen und Diskussionen.

Bürgermeister Michael von Brauchitsch betonte, dass die Umgestaltung der großen Kreuzung der Bundes- und Landesstraßen nicht in den Händen der Gemeinde liegt, sondern auf Landesebene entschieden wird. Einen erneuten Anlauf zur Verkehrsleitung beim Straßenbauamt versprach Frank Jacob, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste im Amt Hohe Elbgeest, mit Blick auf die Lärmbelastung an den Hauptverkehrsstraßen.

Um das dörfliche Gemeinschaftsleben zu stärken, stellte der Planer einen Ausbau des Gemeindezentrums vor mit einer Außenterrasse Richtung Dorfteich. Hier sei zusammen mit dem Gemeindesaal ein Treffpunkt möglich, der in Kröppelshagen vermisst wird. „Der Treffpunkt muss keine „Dorfkneipe“ im eigentlich Sinn sein, denkbar wäre auch ein Café oder kleines Restaurant in der neuen Diakonie oder ein Hofcafé auf einem der Bauernhöfe“, so Planer Kühl.

Die Planung eines kleinen Gewerbegebiets am Ortsausgang Richtung Börnsen wurde pro und contra diskutiert. Bürgermeister von Brauchitsch wies darauf hin, dass ortsansässige Gewerbetreibende neue Fläche brauchen, um sie am Ort halten zu können. Grund- und Gewerbesteuer sind wichtige Einnahmequellen der Gemeinden, um finanziellen Handlungsspielraum zu erreichen.

Die Gemeindevertretung wird sich in der nächsten öffentlichen Sitzung am 17. Dezember um 19 Uhr mit dem Dorfentwicklungskonzept beschäftigen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 03 Dezember 2015 18:40
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