Mittwoch, 16 Dezember 2015 16:34

Amtsausschuss beschließt Haushalt 2016

Amtsvorsteherin Martina Falkenberg und die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow beim Amtsausschuss. Amtsvorsteherin Martina Falkenberg und die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow beim Amtsausschuss. Foto: Amt Hohe Elbgeest

(LOZ). Der Amtsausschuss hat in der Sitzung am 15. Dezember wichtige Weichen für die Zukunft des Amts Hohe Elbgeest gestellt. Der Haushalt 2016 wurde einstimmig beschlossen. Außerdem befassten sich die Ausschussmitglieder aus den zehn Amtsgemeinden mit der zukünftigen Leitung des Amts und einem Immobilienkonzept für die weitere Schaffung von Flüchtlingsunterkünften und günstigem Wohnraum im Amtsgebiet.

Der Verwaltungshaushalt 2016 schließt nach dem derzeitigen Planungsstand mit einem Ergebnis von 171.700 Euro Jahresüberschuss ab. Hinzu kommt die Tilgung der im Zusammenhang mit der Schaffung von Asylunterkünften in Anspruch genommenen Kredite. „Hieraus lässt sich ableiten, dass die Kalkulation der Benutzungsgebühren für die Flüchtlingsunterkünfte nach wie vor aufgeht“, betonte Ingo Jäger, Fachbereichsleiter Finanzen, Liegenschaften, Bauen. Bisher übernahm das Land 70 Prozent und der Kreis 30 Prozent der Kosten für Leistungen an Flüchtlinge und Asylsuchende einschließlich der Unterbringungskosten. Künftig wird das Land 90 Prozent der Kosten tragen, der Rest verbleibt beim Kreis.

Neben den Personalkosten stellt die Unterbringung den größten Posten im Verwaltungshaushalt dar. Auch der Vermögenshaushalt mit den Investitionen des Amtes ist im Wesentlichen von dem anzuschaffenden und zu bauenden Wohnraum für Schutzsuchende geprägt. Hinzu kommt der Umbau in der Amtsliegenschaft Falkenring 1 in Dassendorf. Hier sollen ab Herbst 2016 Büroräume für die wachsende Amtsverwaltung entstehen. Der Vermögenshaushalt kann durch weitere Kreditaufnahmen und eine Entnahme von 52.000 Euro aus der allgemeinen Rücklage ausgeglichen werden.

„Wir sind in der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen derzeit gut aufgestellt“, so Ingo Jäger. Aber angesichts der Ungewissheit über die weitere Entwicklung im der Flüchtlingsunterbringung sei die Wohnraum-Planung zunehmend schwierig. Mit Investitionen von 8 Millionen Euro in 2015 und Anfang 2016 werde im Amtshaushalt viel Kapital bewegt, größtenteils mit zinsgünstigen Krediten. Bis Mitte 2016 soll ein Sonderausschuss der zehn Bürgermeister der Amtsgemeinden ein Immobilienkonzept für die mittel- und langfristige Versorgung mit günstigem Wohnraum erarbeiten.

Im Amtsgebiet leben fast 20.000 Menschen. Trotz dieser Größe, ähnlich einer Kleinstadt, wird das Amt Hohe Elbgeest von der Amtsvorsteherin ehrenamtlich geführt. Die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow wird im November 2017 in den Ruhestand gehen. Der Amtsausschuss hat sich jetzt mehrheitlich für Änderungen in der Leitungsstruktur des Amts Hohe Elbgeest ausgesprochen. Künftig soll eine hauptamtliche Amtsdirektorin, ein Amtsdirektor diese Managementaufgabe wahrnehmen und als Dienstvorgesetzter die Personalleitung ausfüllen.

Die Position der Amtsvorsteherin wird sich auf repräsentative Aufgaben und die Leitung des Amtsausschusses beschränken. Zwei ehrenamtliche Vertreter werden die Amtsdirektorin oder den Amtsdirektor unterstützen. Für diesen Leitungswechsel werden in den kommenden Monaten die Voraussetzungen erarbeitet.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Dezember 2015 16:45
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