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Mittwoch, 16 Dezember 2015 17:44

Ein (fast) letzter Blick zurück

Bürgermeister Dr. Volker Manow (l.) und Bürgervorsteher Samuel Bauer ließen noch einmal die Highlights des Jahres 2015 Revue passieren. Bürgermeister Dr. Volker Manow (l.) und Bürgervorsteher Samuel Bauer ließen noch einmal die Highlights des Jahres 2015 Revue passieren. Foto: W. Reichenbächer

Bürgermeister und Bürgervorsteher lassen das Jahr noch einmal Revue passieren

 

Geesthacht (wre). Ein arbeitsreiches Jahr geht für die Geesthachter Verwaltung zu Ende. Traditionell blicken Bürgermeister und Bürgervorsteher noch einmal kurz vor Weihnachten auf die vergangenen Monate zurück, und erinnern an gute, und weniger gute Momente in Geesthacht. Für Bürgermeister Dr. Volker Manow war es zugleich auch der letzte Jahresrückblick als Bürgermeister. Im Februar gibt er den Staffelstab an Olaf Schulze weiter, bevor er sich auf den Weg zu seiner neuen Tätigkeit auf Gran Canaria macht.

Zentrales Thema beim Jahresrückblick waren dann auch die Flüchtlinge, die Deutschland und Geesthacht erreichen. „Das hat uns das ganze Jahr auf Trab gehalten“, so Manow. Konnten bis Ende 2014 noch alle Flüchtlinge Dezentral in Wohnungen untergebracht werden, müssen nun große Containeranlagen die große Zahl der Flüchtlinge aufnehmen. Derzeit leben in Geesthacht rund 400 Flüchtlinge, davon sind 300 in diesem Jahr an die Elbe gekommen. „Im nächsten Jahr sollen dann 500 Flüchtlinge nach Geesthacht kommen“, ergänzt Bürgervorsteher Samuel Bauer. „Zum Glück sind aber bisher alle Wohncontainer rechtzeitig bezugsfertig geworden, so dass wir die Sporthalle noch nicht benötigt haben“, sagt der Bürgervorsteher, und ergänzt, er hoffe dass im Frühjahr die Halle wieder dem Sport zur Verfügung gestellte werden kann. „Die Verwaltung hat einen super Job gemacht, mein Dank geht an alle Mitarbeiter“, erklärt Bauer weiter. Es würden aber noch weitere ehrenamtliche Helfer benötigt. „Viele, die vor einem Jahr angefangen haben, sind davon ausgegangen, dass die Hilfe nur temporär benötig wird, und nicht so lange dauert“, erklärt Samuel Bauer.

Aber auch weitere Themen beschäftigten Bürgermeister und Bürgervorsteher. Viele Projekte wurden auf den Weg gebracht, ob nun Bauvorhaben oder die Schaffung neuer Kindergartenplätze. Auch der intensive Austausch mit den Verbrüderungsstädten lässt auf weitere gute Zusammenarbeit hoffen. „Ich freue mich besonders, dass die Fußgängerzone schon zu Zweidrittel fertig ist“, so Manow. „Dafür gilt mein Dank auch dem Fachbereichsleiter Peter Junge, der dafür zehn Jahre gearbeitet hat“, erklärt Manow. Auch der Bürgervorsteher zeigt sich mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden, und betont, dass es aus Sicht der Politik gut gelaufen ist.

Während für Bürgervorsteher Samuel Bauer auch der Blick nach Vorn geht, und vor allem das Stadtjubiläum mit dem Auftakt am 10. Januar um 11 Uhr im Rathaus zum Neujahrsempfang mit vorherigem Gottesdienst um 9.15 Uhr in der St. Salvatoris Kirche im Fokus steht, ist es für Bürgermeister Dr. Volker Manow ein Abschluss. Für ihn endet die Amtszeit am 5. Februar mit der Vereidigung seines Nachfolgers Olaf Schulze. „Ich habe dann drei Wahlperioden als Wahlbeamter im Geesthachter Rathaus verbracht“, so Manow. Davon zwei als erster Stadtrat und eine Wahlperiode als Bürgermeister. „Stadtrat ist wesentlich angenehmer von der Work-Life-Balance“, zieht Manow sein Resümee. Er werde künftig die Menschen in Geesthacht vermissen, nicht aber das Bürgermeisteramt. Vor allem die Jahre 2012 und 2013 seien besonders schwierig gewesen, als es viele persönliche Angriffe vor allem aus dem Lager der CDU gab. Das vergangene Jahr sei aber wieder relativ versöhnlich gewesen. „Der Umgang mit Dr. Manow war schäbig“, so Samuel Bauer, der im Bürgermeister einen Freund gefunden hat, mit dem er gerne zusammengearbeitet habe. Auch er hätte ernste Gespräche geführt, aber nicht öffentlich, und mit persönlichen Angriffen. „Ich wünsche ihm alles Gute auf Gran Canaria“, schließt Bauer ab.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Dezember 2015 17:57