Mittwoch, 07 November 2012 15:32

Sorge um Geesthacht

Sven Minge (CDU): „Wir sind nicht der Ascheimer von Schleswig-Holstein“

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CDU-Chef Sven Minge. Foto hfr


Geesthacht (tba). Der CDU-Vorsitzende Sven Minge (37) sorgt sich um die Stadt Geesthacht und sieht die Elbestadt als ein mögliches Opfer zur Frage der Endlagerung von radioaktiven Abfällen.

Die aktuelle Debatte zum geforderten Rückbau des Kernkraftwerk Krümmel (KKK) und dem angeblich Konzept zum Atomkraftwerk Brunsbüttel, hat den Christdemokraten auf den Plan gerufen. Minge spricht in diesem Zusammenhang von einer landes- und bundespolitischen Scheindebatte, eine Debatte die offenkundig gewollt parteipolitisch geführt wird.

Bekannt ist die seit Jahren bzw. Jahrzehnten andauernde Streitigkeiten über ein mögliches Endlager für radioaktive Abfälle in der Bundesrepublik Deutschland (Gorleben, Asse, usw.).

Als Übergangslösung wurde damalig durch Bundesminister Jürgen Trittin (Grüne) bei Standorten für Kernanlagen oberirdische Zwischenlager eingerichtet. Dazu gehörte auch das Kernkraftwerk Krümmel: Das Lager wurde im Jahre 2003 genehmigt und eingerichtet.

Dazu kommt, dass in Geesthacht die zentrale Landessammelstelle für so genannte leichtradioaktive Stoffe, zum Beispiel aus Krankenhäusern, für Schleswig-Holstein angesiedelt ist. Zahlreiche Fässer werden hier eingelagert.

„Wir sind nicht der Ascheimer von Schleswig-Holstein“, mahnt Minge und verweist auf die weiter ungeklärte Endlagerung. „Es hilft nicht weiter, wenn wir Gefahrstoffe von A nach B verschieben.“

 Ankündigungen und Forderungen von Rückbau zu einer „Grünen Wiese“ sind nach Auffassung von Minge unehrlich: „Die aktuellen Äußerungen stellen nur eine gewollte Beruhigungspille für die Menschen dar. Der Müll bleibt“, kritisiert Minge.

 „Wir wollen keine oberirdische Endlagerung von radioaktiven Abfällen in Geesthacht“, unterstreicht Minge und fordert eine schnelle Fortsetzung der parteiübergreifenden Gespräche für eine Lösung zur Endlagerung im Bundesumweltministerium. „Mit Initiativen sind auch Geesthachts Bürgermeister und der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein gefordert, um einen dauerhaften Standortnachteil einer oberirdischen Endlagerung zu verhindern“, sagt Minge gegenüber der Lauenburger Online-Zeitung..

Letzte Änderung am Mittwoch, 14 November 2012 15:11
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