Freitag, 05 Februar 2016 13:18

Worther Bürgermeister Schack: „Integration ist das Non plus Ultra“

Gut 50 Worther verfolgten interessiert die erste Einwohnerversammlung im Jahr 2016. Gut 50 Worther verfolgten interessiert die erste Einwohnerversammlung im Jahr 2016. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Worth (LOZ). Wie in den anderen Amtsgemeinden hat auch in der Gemeinde Worth der Bürgermeister zu einer Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlingsunterbringung eingeladen. Gut 50 Wortherinnen und Worther kamen in den Gemeindesaal. Als erstes stand die Schaffung eines Ortswappens auf der Tagesordnung. Die Anregung dazu kam von der örtlichen Feuerwehr, die künftig mit einem eigenen Wappen auf der Uniform ausgestattet sein wird. Mehrere Vorschläge wurden diskutiert hinsichtlich der ortsprägenden Symbole, der Farbgestaltung und moderner Schriftzüge. Hinweise auf die landwirtschaftliche Prägung des Ortsbilds und die Fachwerkkirche sollen in dem neuen Wappen enthalten sein. Ein Experte wird nun beauftragt, um entsprechende Entwürfe anzufertigen. Diese werden in einer weiteren Versammlung den Bürgern vorgestellt.

Im zweiten Tagesordnungspunkt stellte die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow das amtsweite Konzept der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden vor. Aktuell sind 270 Personen im Amtsgebiet in 24 angemieteten oder 10 gekauften Immobilien untergebracht. Bis Ende des Jahres 2016 werden insgesamt 650 Schutzsuchende im Amt Hohe Elbgeest erwartet. In Worth wohnen derzeit fünf syrische Flüchtlinge in privater Unterkunft. Sie nehmen am Dorfleben teil und werden von ihren Vermietern im Alltag unterstützt. In den kommenden Monaten wird am Ortsrand Richtung Brunstorf eine Containeranlage für 20 Personen entstehen. Sie werden wie alle Asylbewerber im Amtsgebiet durch drei Sozialbetreuer und eine Sprachmittlerin des Amts Hohe Elbgeest unterstützt.

Die Fragen der Worther Bürger beantwortete Brigitte Mirow ausführlich. Sie schilderte den Ablauf des Asylverfahrens, der die Dauer des Aufenthalts der Asylsuchenden in den Kommunen wesentlich bestimmt. Bürgermeister Uwe Schack bestätigte, dass die Containerwohnanlage das örtliche Klärsystem nicht überlasten werde. Andere Grundstücke stehen in Worth nicht zur Verfügung, so dass die gewünschte zentralere Unterbringung in der Ortsmitte derzeit nicht möglich ist. LVB Mirow bat darum, weiterhin freien Wohnraum zur Miete oder zum Kauf sowie freie Grundstücke dem Amt anzubieten. Die Bürgermeister der zehn Amtsgemeinden arbeiten an mittelfristigen Konzepten, um dauerhaft günstigen Wohnraum im Amtsgebiet zu schaffen.

„Alle Amtsgemeinden sind aufgefordert, Asylbewerber bei sich unterzubringen – auch Worth. Nicht wegdrehen, sondern zuwenden und die Menschen kennenlernen, das ist jetzt wichtig“, so Bürgermeister Uwe Schack. „Wir werden das zusammen gut schaffen. Bitte engagieren Sie sich in einem Helferkreis, um die Flüchtlinge von Anfang an bei uns zu integrieren. Integration ist für alle das Non plus Ultra.“ Seiner Bitte um Unterstützung kamen noch am Abend der Einwohnerversammlung einige Wortherinnen und Worther nach. Sie meldeten sich für ein weiteres Treffen in einem neu zu bildenden Helferkreis. Die Koordinatorin der ehrenamtlichen Helferkreise im Amt Hohe Elbgeest Susanne Nowacki wird dabei beratend unterstützen.

Für die Mobilität der neuen Nachbarn werden jetzt dringend Fahrradspenden gesucht, die Worths Bürgermeister Uwe Schack gerne entgegen nimmt.

Letzte Änderung am Freitag, 05 Februar 2016 13:32
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