Montag, 22 Februar 2016 13:17

Teilnehmer für Prostatakrebsstudie im Kreis Herzogtum Lauenburg gesucht

Die PREFERE-Studie soll zu mehr Sicherheit bei der Auswahl der ge-eigneten Behandlungsmethode führen. Die PREFERE-Studie soll zu mehr Sicherheit bei der Auswahl der ge-eigneten Behandlungsmethode führen. Foto: AOK

Geesthacht (LOZ). Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkranken jährlich mehr als 67.000 Männer daran. Allein in Schleswig-Holstein betrug die Zahl der Neuerkrankungen 2012 über 2.600 Fälle laut Krebsregister Schleswig-Holstein. Erstmalig wird durch die deutschen Prostatakrebsstudie PREFERE untersucht, welche der vier möglichen Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs in Bezug auf die Tumorheilung am meisten nützt oder schadet. Dabei werden auch Nebenwirkungen und Komplikationen bei der Behandlung berücksichtigt.

Der Name „PREFERE“ steht für „Präferenzbasierte randomisierte Studie zur Evaluation von vier Behandlungsmodalitäten bei Prostatakarzinom mit niedrigem und ‚frühem intermediären’ Risiko“. Zur Teilnahme aufgerufen sind auch die Männer aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg zwischen 18 und 75 Jahren, bei denen ein lokal begrenztes Prostatakarzinom festgestellt wurde (Erstdiagnose). Weiteres Kriterium ist, dass noch keine Behandlung des Prostatakrebses stattgefunden hat. Erster Ansprechpartner ist der behandelnde Urologe. Weitere Infos zur Teilnahme auch unter: www.prefere.de.

Untersucht werden bei der PREFERE-Studie die Behandlungs-optionen für Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom, einer Frühform von Prostatakrebs. Ein Großteil der Betroffenen hat so einen lokal begrenzten Tumor. PREFERE ist hierfür die weltweit größte Studie. „Das Ziel der Studie ist es, mit größtmöglicher Zuverlässigkeit Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der vier derzeit angewendeten Behandlungsformen zu gewinnen“, so AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Die Studie wird von einem breiten Bündnis getragen: Die Deutsche Krebshilfe, die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, der Berufsverband Deutscher Urologen sowie die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostataselbsthilfe arbeiten bei PREFERE zusammen.

Letzte Änderung am Montag, 04 März 2019 19:30
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