Montag, 12 November 2012 09:35

Verbindung zwischen Bergedorf und Geesthacht soll besser werden

Steffen: „CDU Geesthacht favorisiert Stadtbahn“

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In Dresden gehört die Stadtbahn bereits zum Stadtbild. Die Geesthachter CDU würde gern mit so einer Bahn Hamburg und Geesthacht verbinden. Foto: hfr/burts

 

Geesthacht (LOZ/wre). „Die CDU-Fraktion Geesthacht favorisiert die Stadtbahn“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Karsten Steffen zu den jüngsten Veröffentlichungen in einer lokalen Tageszeitung. „Und es gibt auch keine Vereinbarung zwischen den Geesthachter Christdemokraten und Grünen auf einen Diesel-Shuttle, wie in dem Bericht behauptet wird. Tatsächlich hat die Geesthachter Ratsversammlung auf Initiative beider Fraktionen am 12. Mai 2012 beschlossen, alle Möglichkeiten einer Personenbeförderung auf der Schiene zwischen Geesthacht und Hamburg erneut zu untersuchen. Dabei sind insbesondere die Möglichkeiten der Einführung einer Stadtbahn zu prüfen.“

Nach den Worten Steffens hat eine Stadtbahn vielfältige Vorteile gegenüber einer Triebwagenverbindung. „Unbestritten ist, dass inzwischen eine dichte Bebauung an der Bahnstrecke erfolgt ist. Eine Stadtbahn bedeutet eine deutlich geringere Lärmbelastung für die Anwohner entlang der Bahnstrecke als eine Triebwagenverbindung“, so Steffen. Er verwies hierbei auf bestehende Stadtbahnen im Bundesgebiet, die fast geräuschlos in den Innenstädten verkehren.

Entscheidender Vorteil für eine Stadtbahn ist aus Sicht der CDU aber die bessere Integration in den bestehenden öffentlichen Personennahverkehr. „Eine Triebwagenverbindung würde nur Bergedorf-Süd und Nettelnburg erreichen. Dieses ist für diejenigen wenig interessant, die Bergedorf als Ziel haben. Und in Nettelnburg ist es auch nicht möglich, der Regionalbahn zuzusteigen, die ohne Zwischenhalt von Bergedorf zum Hauptbahnhof durchfährt. Und gerade diese Zugverbindung wird in Bergedorf von vielen Pendlern gerne genutzt. Außerdem wäre in Geesthacht das gesamte Busliniennetz neu zu überplanen, da der Geesthachter Bahnhof hierin bisher nicht eingebunden ist. Deshalb würde es unumgänglich sein, den Busverkehr von Geesthacht nach Bergedorf parallel aufrecht zu erhalten. Dieses erhöht aber die Kosten für den Personennahverkehr.“

Eine Stadtbahn wiederum könnte auf vorhandene Straßen integriert werden. „Die CDU Bergedorf hat hier einen realistischen Vorschlag unterbreitet, den S-Bahnhof direkt anzufahren. Und im Entwurf des Geesthachter Verkehrsentwicklungsplanes vorgeschlagen, die Stadtbahn über die Grenzstraße und B 5 an den ZOB anzubinden. Beide Initiativen sind zwischen der CDU Geesthacht und Bergedorf abgestimmt und wir befinden uns hier weiter in einem engen Kontakt, da die Interessenlage identisch ist“, so Steffen.

Dies Schienenanbindung Geesthachts an Hamburg in beiden Varianten müsse aber nach den Worten des CDU-Fraktionsvorsitzenden sorgfältig und ergebnisoffen geprüft werden. Auch seien alle Vorschläge bisher nur Zukunftsmusik. „Wir wollen einen optimalen öffentlichen Personennahverkehr, der auch morgen noch bezahlbar ist. Und wir wissen auch, dass vor dem Hintergrund der steigenden Benzinpreise immer mehr Menschen auf Busse und Bahnen umsteigen. Deshalb müssen wir alle Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen, um das Beste für unsere Bürgerinnen und Bürger zu verwirklichen“, so Steffen abschließend.

Letzte Änderung am Montag, 19 November 2012 11:17
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