Dienstag, 29 März 2016 11:39

Gesundheit beim Saubermachen

Bei der Auswahl geeigneter Putzmittel auch auf die Inhaltsstoffe ach-ten. Bei der Auswahl geeigneter Putzmittel auch auf die Inhaltsstoffe ach-ten. Foto: AOK

Frühjahrsputz ohne chemische Keule

 

Geesthacht (LOZ). Neben Sonne, Licht und frischer Luft gehört auch der Frühjahrsputz in den eigenen vier Wänden für viele im Herzogtum zum Beginn des Frühlings. Für die Wahl der Putzmittel gilt dabei: „Weniger ist mehr“. Denn für einen sauberen und hygienischen Haushalt reicht das Reinigen mit einigen wenigen Mitteln aus. „Die Chemiekeule ist aus hygienischer Sicht unnötig. Sie schadet der Umwelt, der eigenen Gesundheit und belastet unnötig den Geldbeutel“, so AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Vom Desinfektionsmittel für die Toilette über das Badspray bis zum Ceranfeld-Reiniger und Backofen-Spray finden sich im Supermarkt und den Drogerien Dutzende verschiedene Spezialreiniger für Küche, Bad und Wohnräume. Sie alle versprechen porentiefe Sauberkeit und Hygiene, die allermeisten davon sind allerdings überflüssig, viele sogar eher schädlich. Einige enthalten Chlor oder andere ätzende Stoffe. Die meisten schaden der Umwelt und bestimmte Inhaltsstoffe können Allergien auslösen oder greifen die behandelten Oberflächen an.

Mit einer Hand voll Grundreinigungsmitteln ist ein Haushalt in Sachen Sauberkeit und Hygiene bestens versorgt. Dazu gehören: Neutralreiniger für Böden, Fliesen und Oberflächen, Scheuermilch für hartnäckigen Schmutz, Spülmittel für leichte Verschmutzungen und Fenster, Zitronen- oder Essigsäure zum Entkalken. Küche und Bad sind die Orte, wo der Wunsch nach Sauberkeit besonders groß ist. Aber auch hier sind keine aggressiven Spezialprodukte nötig. Die größten Keimquellen in der Küche sind übrigens der Kühlschrank und Putzlappen oder Schwämme. Für den Kühlschrank wird eher eine monatliche Reinigung empfohlen. Dabei alte und angeschimmelte Produkte entfernen, gröberen Schmutz mit Spülmittel beseitigen und anschließend noch einmal mit Essig- oder Zitronensäure auswischen. Ganz wichtig ist es, Putzlappen oder Schwämme regelmäßig in der Maschine bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen oder auszutauschen.

Besonders im Bad setzen viele Menschen auf antibakterielle Reiniger aus Furcht, dass sich hier Keime vermehren und breit machen. Tests haben ergeben, dass Desinfektionsmittel nicht einmal besser reinigen als ganz normale Mittel, aber die Umwelt stark belasten. Die stärkeren Reiniger sollten gezielt für hartnäckige Kalk- und Schmutzflecken eingesetzt werden. Für das Innenleben der Toilette ist ein ganz gewöhnlicher WC-Reiniger sinnvoll – allerdings ohne Salz- oder Phosphorsäure, da diese die Schleimhäute schädigen und die Umwelt belasten. Für die übrigen Flächen reichen: Wasser, Scheuermilch und Allesreiniger. Zum Frühjahrsputz gehört auch das gründliche Reinigen der Abflüsse von Haaren und Belegen. Am einfachsten ist es, Haare und Schmutz erst einmal manuell zu entfernen, bevor bei Bedarf noch ein geeignetes Mittel zur Rohrreinigung angewandt wird.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 März 2016 13:40

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