Montag, 04 April 2016 10:11

Amtsfeuerwehr Hohe Elbgeest blickt auf 2015 zurück

Das Amtswehrfest in Wohltorf war Höhepunkt um Jahr 2015 für die Wehren in den zehn Amtsgemeinden. Das Amtswehrfest in Wohltorf war Höhepunkt um Jahr 2015 für die Wehren in den zehn Amtsgemeinden. Foto: Amt Hohe Elbgeest

(LOZ). Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Amtsfeuerwehr Hohe Elbgeest berichtete Wehrführer Ralf Kreutner aus dem abgelaufenen Jahr, einem Jahr mit vielen Änderungen und Neuerungen für die freiwilligen Feuerwehren.

Nachdem zum 1. Januar 2015 ein neues Brandschutzgesetz in Kraft getreten ist, dauerte es bis kurz vor Weihnachten, bis die neuen Mustersatzungen den örtlichen Feuerwehren vorlagen. Diese sollten dann in wenigen Wochen bis zum 31. März durch die Mitgliederversammlungen beschlossen werden. „Über die Handhabung dieser Satzung kann und muss man meiner Meinung nach den Kopf schütteln“, so der Amtswehrführer. „Deshalb hat der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Vorschläge zur Verbesserung ausarbeiten und dem Innenministerium vorlegen wird.“

Der Einbau der digitalen Endgeräte in die Löschfahrzeuge soll bis Ende 2016 erfolgen, die Schulungen der Feuerwehrkameraden werden jeweils zeitnah vor der Umstellung abgehalten werden.

Anhand neuer Datenpflege und -verwaltung wird die Aktualität der Daten erhöht und die Tagesverfügbarkeit der Kameraden transparent. Im Bereich der am Tage einsatzbereiten Kameraden setzt der Amtswehrführer auf die Arbeitgeber, die die ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden großzügig freistellen.

in 2015 gab es 349 Einsätze (2014: 233 Einsätze). Es wurden im Amtsgebiet 39 Brände bekämpft, darunter ein Großbrand sowie 110 Wetterschäden oder Lenzeinsätze. 30 Mal wurde nachbarliche Löschhilfe geleistet. Insgesamt konnten 30 Personen gerettet werden, drei wurden tot geborgen. Die Wehren haben diverse Alarmübungen durchgeführt.

Im letzten Jahr wurde wieder eine gemeinsame Übung aller Feuerwehren des Amtes und einiger benachbarter Wehren in Hamwarde durchgeführt. Insgesamt galt es dabei drei Einsatz-Szenarien abzuarbeiten. In den einzelnen Einsatzabschnitten wurde die Zusammenarbeit der Wehren geübt. Ein Schwerpunkt lag hierbei auf der Brandbekämpfung und der Wasserförderung.

Aktivitäten und Veranstaltungen der Amtsfeuerwehr waren im Juni 2015 das Amtsfeuerwehrfest, das erstmals von zwei Feuerwehren, Aumühle und Wohltorf, und erstmalig in Wohltorf durchgeführt wurde, eine gelungene Veranstaltung für die teilnehmenden Wehren. „Alles war gut durchorgansiert und geplant. Mein Dank geht an beide Wehren. Wir kommen gerne einmal wieder zum Amtswehrfest zu Euch.“

Am Sankt Florianstag, am 4. Mai, wurde ein Feuerwehrgottesdienst gefeiert. Die jährliche Funkübung wurde von der Feuerwehr Worth durchgeführt, die auch die Übungs- und Ausbildungsfahrt organisierte.

Auch im vergangenen Jahr wurde wieder ein Anwärterlehrgang mit den Feuerwehren Geesthacht, Grünhof-Tesperhude und Wentorf mit über 20 Teilnehmern durchgeführt.

Im Sommer fand die Tagesübung hinter dem Kernkraftwerk Krümmel statt.

Die Brandschutzaufklärer und Brandschutzerzieher haben sich unter Leitung von Wolfgang Wöhl mehrmals ausgetauscht, auch zum Thema Brandschutzaufklärung bei den Asylsuchenden in den dezentralen Amtsunterkünften.

In den Amts-Feuerwehren versehen 369 aktive Kameradinnen und Kameraden ihren Dienst. In sechs Jugendwehren sind 104 Jugendliche in der Ausbildung. Insgesamt gibt es 78 Mitglieder in den Ehrenabteilungen. Das Durchschnittsalter liegt bei 39,5 Jahren, der Frauen-Anteil bei 7,5 Prozent. Bei den Jugendlichen liegt das Durchschnittsalter bei 13,4 Jahren, der Mädchen-Anteil bei 20,4 Prozent. In Aumühle wurde mit großem Erfolg die erste Kinderfeuerwehr im Amt eingeführt.

Bei den Besuchen der Jahreshauptversammlungen aller Feuerwehren im Amt konnte die Amtswehrführung feststellen, dass alle Feuerwehren gut aufgestellt sind und dass die Gemeinden ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen. Trotzdem ist festzustellen, dass in einigen Feuerwehren die Mitgliederzahlen höher sein müssten, sowohl in den Einsatzabteilungen wie in den Jugendwehren. Anreize wie Theaterkarten in Dassendorf für fleißige ehrenamtliche Dienstausübung sind eine erste Idee, mehr Menschen zum Mitmachen zu motivieren.

Auf der Versammlung wurden durch das Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes Sven Stonies für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst Hans-Heinrich Dähn und Volker Scharnberg, beide aus Hamwarde, das Brandschutzehrenzeichen in Gold überreicht. Für besondere Dienste auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens wurde der langjährige stellvertretenden Wehrführer Uwe Schack, Worth, mit dem Schleswig-Holsteinischen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Zum Abschluss dankte Amtswehrführer Ralf Kreutner allen Kameradinnen und Kameraden für ihre ständige Einsatzbereitschaft, geleistete Arbeit und Unterstützung. „An eure Partnerinnen und Familien geht mein persönlicher Dank für ihre Unterstützung bei unserem manchmal nicht einfachen Feuerwehrdienst.“

Letzte Änderung am Montag, 04 April 2016 10:22
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