Mittwoch, 13 April 2016 11:34

Notwendige Beschlüsse für Potentialgebiet Wilhelm-Holert-Ring (Finkenweg Nord) liegen vor

Notwendige Beschlüsse für Potentialgebiet Wilhelm-Holert-Ring (Finkenweg Nord) liegen vor Foto: hfr

Das Wohnbau-Potentialgebiet „Wilhelm-Holert-Ring“ (Finkenweg Nord) benötigt aus Sicht der SPD keinen Architektenwettbewerb

 

Geesthacht (LOZ). „Die Geschäftsgrundlage ist klar: Mit großer Mehrheit hat die Ratsversammlung den Startschuss für eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Gebietes südlich vom Wilhelm-Holert-Ring (Finkenweg Nord) gegeben. Dazu sind verschiedene Prüfaufträge beschlossen worden, u.a. zu den Auswirkungen auf die Infrastruktur und auf die Entwicklung anderer Flächen, wie z.B. am Hafenrand. Ebenso haben wir um Prüfung gebeten, ob die Erschließung und Verwertung der städtischen Flächen durch die WoGee, ggf. mit geeigneten Partnern erfolgen kann. Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung hierzu in einer der nächsten Sitzungen des Planungsausschusses berichten wird“, kommentiert Petra Burmeister, (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Planungsausschusses die Ankündigungen der CDU.

„Sollten diese Aufträge der Ratsversammlung unter Dr. Manow noch nicht die notwendige Priorität genossen haben, sind wir sicher, dass sich dies jetzt mit dem neuen Bürgermeister Olaf Schulze ändern wird.“

Für einen Wettbewerb sehen die Sozialdemokraten aktuell keinen Anlass. „Wettbewerbe sind gute Instrumente für städtebaulich und gestalterisch anspruchsvolle Aufgaben, aber unseres Erachtens nicht für eine Feld- und Wiesenfläche am Stadtrand Geesthachts. Die weitere Entwicklung am Hafenrand oder das Areal der Teppichfabrik, bei diesen Flächen spräche einiges für einen städtebaulichen Wettbewerb.
Was Geesthacht braucht, liegt auf der Hand: Wir benötigen Geschosswohnungsbau mit Miet- und Eigentumswohnungen, Reihenhäusern und Planrecht für Einfamilien- und Doppelhäuser. Eventuell bieten sich auch Baufelder für Ökö-Häuser und Mehrgenerationenprojekte an, wenn es dafür Nachfrage gibt.“ Und es bleibt für die Sozialdemokraten auch bei der Ausweisung von grundsätzlich 25 Prozent der Flächen für besondere Wohnformen, insbesondere auch für sozialen Wohnungsbau. „Der ist bitter nötig. Betreutes Wohnen sehen wir am Stadtrand eher weniger.“

Aus Sicht der SPD kann an die ersten Planungsideen, die die Verwaltung bereits entwickelt hatte, angeknüpft werden, wenn die Ergebnisse der Prüfaufträge vorliegen.


Zum Hintergrund die Beschlusslage: Auszug Beschluss Ratsversammlung 4. September 2015
Die Ratsversammlung beschließt mit 27 Ja-Stimmen und 10 Nein-Stimmen:

1. Das Moratorium für Finkenweg Nord wird aufgehoben mit dem Ziel, Finkenweg Nord bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

2. Die Verwaltung gibt eine Einschätzung über die Folgewirkungen einer möglichen Bebauung von Finkenweg Nord auf die städtische Infrastruktur (z.B. ÖPNV, Rettungsdienste, Kindergärten etc.) ab. Geprüft wird hierbei auch, inwiefern durch die Vermarktung von Finkenweg Nord eine innerstädtische Konkurrenzsituation zu anderen Flächen entsteht. Darüber ist dem Finanzausschuss und dem Planungs- und Umweltausschuss im 1. Quartal 2016 zu berichten.

3. Die Erschließung und Verwertung der städtischen Flächen durch die WoGee, ggf. mit geeigneten Partnern, ist zu prüfen. Über das Ergebnis der Prüfung ist im 1. Quartal 2016 dem Finanzausschuss und dem Planungs- und Umweltausschuss zu berichten.

4. Die Ratsversammlung beauftragt die Verwaltung der Stadt Geesthacht, eine Richtlinie zur Vergabe von städtischen Baugrundstücken vorzubereiten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Richtlinie nach den derzeit gültigen rechtlichen Vorgaben erstellt wird.

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