Dienstag, 03 Mai 2016 20:00

Bertha-von-Suttner Schule wird geteilt

Bertha-von-Suttner Schule wird geteilt Foto: W. Reichenbächer

Eine Oberstufe soll die Schule wieder in Spur bringen

 

Geestahcht (wre). Die Bertha-von-Suttner Schule in der Geesthachter Oberstadt schafft es immer wieder in die Medien, allerdings eher mit Negativschlagzeilen. Damit soll jetzt Schluss sein. Wie Bürgermeister Olaf Schulze heute ankündigte, soll die Schule in eine Grund- und eine Gemeinschaftsschule aufgeteilt werden. Für die Gemeinschaftsschule soll eine Oberstufe beantragt werden. „Ich bin froh, dass wir die Pläne schnell umsetzen können“, so Schulze. Bereits zum kommenden Schuljahr soll die Teilung vollzogen sein.

Die Aussichten, dass die Anträge bei der Schulbehörde in Kiel genehmigt werden, stehen gut. „Wir freuen uns, wenn die Anträge eingereicht werden“, so Ministerialrat Hans-Hermann Dube. Im Ministerium wurden auch schon mal die Zahlen überschlagen. „Die nötigen 50 Schüler pro Jahrgang werden zusammenkommen“, so Dube. Von dieser Seite sollte es keine Hürden geben. Die Stadt wird zwar für die Einrichtung einer Oberstufe Geld in die Hand nehmen müssen, aber Bürgermeister Schulze rechnet damit, dass keine Mehrausgaben zu erwarten sind. „Wir sparen viel Geld, wenn wir künftig nicht mehr Schüler nach Lauenburg schicken müssen“, erklärt Schulze. Bisher gibt es nur dort die Möglichkeit, im Umkreis eine Oberstufe in der gebundenen Ganztagsschule zu besuchen. Diese Form soll für die Bertha-von-Suttner Schule bestehen bleiben.

„Wir wollen die Schule wieder so fit machen, dass dort wieder mehr Schüler hingehen werden“, so Schulze. In Geesthacht wäre es dann die dritte Schule, wo das Abitur abgelegt werden kann. „Wir waren überrascht, was für ein Potenzial in Geesthacht vorhanden ist“, so Dube. Gegenseitig Schüler wegnehmen sollen sich die Schulen nicht. Nur Lauenburg müsste nach den Plänen künftig auf die Schüler aus Geesthacht verzichten.

 

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Ali Demirhan (Grüne), Arne Ertelt (CDU), Bürgermeister Olaf Schulze, Kathrin Wagner-Bockey (SPD), der kommissarische Schulleiter Jürgen Sievers und Rüdiger Tonn (FDP) wollen die Bertha-von-Suttner Schule wieder nach Vorne bringen. Foto: W. Reichenbächer

 

Die Trennung in zwei Schulen soll bereits zum Schuljahr 2016/2017 vollzogen werden. Eine Oberstufe ist zum Schuljahr 2017/2018 geplant. Der stellvertretende Schulleiter Jürgen Sievers soll weiterhin die Leitung behalten, bis neue Schulleiter gefunden wurden. Im Ministerium wartet man nun auf die Anträge aus Geesthacht zur Umsetzung der Pläne, damit die Stellenausschreibungen vorgenommen werden können. „Die Lehrer, aber auch Elternbeiräte stehen den Plänen positiv gegenüber“, versichert Sievers. Auch würde inzwischen das Konzept der Ganztagsschule von den Lehrern angenommen werden. „Es wurde vorher der mögliche Spielraum nicht genutzt, aber nun werden Kleinigkeiten geändert, und die Versetzungsanträge wurden zurückgenommen“, erklärt Sievers.

Ob die geplante Spange an der Schule nun noch gebaut wird, ist unklar. „Aufträge werden jetzt erst einmal nicht vergeben“, so Schulze. Man müsse nun ein Raumkonzept entwickeln, und dann sehen, was nötig und möglich ist.

Der stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Volker Samuelsson ist noch skeptisch. „Ich freue mich für die Schüler. Aber nach den Erfahrungen der letzten Jahre will ich erst einmal abwarten. Auch das Problem mit der Mensa wird durch die Umwandlung nicht gelöst“, so Samuelsson. Die Politik steht aber hinter dem Vorhaben. Alle vier Fraktionen haben erklärt, sie wollen eine schnelle Genehmigung in den Gremien erreichen, um möglichst schnell die Anträge Richtung Kiel schicken zu können.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 03 Mai 2016 20:13
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