Donnerstag, 16 Juni 2016 15:06

Fahrradschutzstreifen – Wie mach‘ ich‘s richtig?

Fahrradschutzstreifen – Wie mach‘ ich‘s richtig? Foto: W. Reichenbächer

Geesthacht (LOZ). Fahrradfahren macht Spaß, ist gesund und so ganz nebenbei spart man mit jedem geradelten Kilometer im Schnitt 200 Gramm CO2 ein. Das sind viele gute Gründe für die Stadt Geesthacht, die Bürger zu ermutigen und zu unterstützen, möglichst oft aufs Rad zu steigen. Viele kurze Strecken können auch mit dem Rad erledigt werden. Manchmal hält uns das Wetter davon ab, manchmal der “innere Schweinehund“ und manchmal findet man auch die Strecke, die man fahren müsste zu unbequem, zu gefährlich, zu unübersichtlich.

Die Stadt Geesthacht möchte die Strecken in der Stadt attraktiver, sicherer und übersichtlicher für die Radfahrenden gestalten. Im Radverkehrskonzept sind Radrouten aufgezeigt worden, die es allen ermöglichen sollen, schnell und sicher die Stadt zu durchqueren und die wichtigsten Ziele gut zu erreichen.

Im letzten Jahr wurde mit ersten Baumaßnahmen begonnen. Die Kreuzung Trift / Rathausstraße wurde umgestaltet und es wurden Schutzstreifen angelegt. Diese sind am Fahrradsymbol und einer gestrichelten Linie zu erkennen.

Diese Schutzstreifen sind nun etwas ganz Neues in Geesthacht und so mancher weiß nicht so recht, wie man sie nutzen soll und darf. Es gibt einen Schutzstreifen auf der Strecke Sielstraße-Markt-Rathausstraße-Trift, der auf der Höhe Johannes-Ritter-Straße beginnt und uns bis zur Trift führt. Diesen gibt es aber nur auf der einen Seite, bergauf. Der Platz hat hier nur für einen Schutzstreifen gereicht. Dieser Streifen darf aber nur in einer Richtung benutzt werden. Radfahrende, die auf der Strecke Rathausstraße-Markt-Sielstraße in Richtung Freibad fahren, müssen auf ihrer Seite auf der Straße fahren. Das Benutzen eines Radstreifens auf der falschen Seite ist verboten. Autofahrer dürfen ausnahmsweise auf diesem Streifen fahren, wenn sie dem Gegenverkehr auf ihrer Spur ausweichen müssen, dabei ist natürlich auf Radfahrer zu achten. Das Auto ist nur Gast auf dem Streifen. Wenn sich ein Radfahrer auf dem Streifen befindet und Gegenverkehr kommt, muss der Autofahrer warten, bis die Gegenfahrbahn frei ist und er am Radfahrer links vorbeifahren kann.

Frage und Antworten zum Thema Fahrradschutzstreifen

Muss ich mit meinem Rad den Schutzstreifen benutzen?
Ja. Es gibt eine Benutzungspflicht.

Dürfen hier Räder nebeneinander fahren?
Nein.

Darf ich mit meinem Rad den Schutzstreifen in beiden Richtung benutzen?
Nein. Das Befahren des Schutzstreifens in entgegengesetzter Fahrtrichtung ist unzulässig. Wenn es nur auf einer Seite einen Schutzstreifen gibt, darf er nur in dieser Richtung benutzt werden.

Darf ich mit meinem Auto den Schutzstreifen befahren?
Die durchgängige Nutzung ist verboten. In Ausnahmefällen dürfen andere Fahrzeuge die Markierung des Schutzstreifens überfahren, um dem Gegenverkehr auf der eigenen Spur auszuweichen. Eine Gefährdung von Radfahrern ist dabei auszuschließen. Es ist Autofahrern nicht gestattet, den Schutzstreifen zum Rechts-Überholen eines anderen Fahrzeuges zu nutzen. Das Überqueren der Markierung ist zulässig beim Wenden, beim Ein- und Ausfahren in/von Grundstücken sowie zum Ein- oder Ausparken, wenn sich rechts vom Schutzstreifen ein Parkstreifen befindet.

Darf ich mein Auto auf dem Schutzstreifen parken?
Nein. Ein Halten bis drei Minuten ist zulässig.

Von den hier beschriebenen „Schutzstreifen“ unterscheiden sich die „Radfahrstreifen“, die mit einer durchgezogenen Linie von der Fahrbahn abgetrennt sind. Diese gibt es in Geesthacht nicht.

hfr wiki fahrradschutzstreifen kw24 16

Beispielfoto: User:Mueck

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Juni 2016 17:16
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.