Freitag, 16 November 2012 11:45

Grüne fordern SPD zum Umschwenken auf

Olaf Schulze (SPD) soll Grüne nach Forderung einer Bahnanbindung unterstützen

hfr stadtbahn dresden burts  kw 45-12

Ob nun eine Stadtbahn oder eine andere Bahnverbindung nach Hamburg kommen soll, wollen die Grünen noch offen halten. Foto: hfr/burts

 

Geesthacht (LOZ/wre). Die Geesthachter Fraktion B`90/Die Grünen freut sich über den großen Zuspruch, den der gemeinsame Antrag Grüne/CDU, eine Bahnanbindung nach Hamburg erneut zu untersuchen, in den Medien und der Bevölkerung erfahren hat.

Wir sind darüber erfreut, dass die Landesweite Verkehrsservice-Gesellschaft LVS die Idee der Bahnanbindung attraktiv und realistisch findet und bereits eine Voruntersuchung vorgestellt hat. Weitere Untersuchungen und Möglichkeiten werden in einer gemeinsamen Projektgruppe mit den beteiligten Gemeinden ausgearbeitet werden“, sagt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan.

„Aus der Vorstellung der LVS ist die dringende Notwendigkeit einer Schienenanbindung Geesthacht-Hamburg unübersehbar. Für den Standort Geesthacht ist eine Bahnanbindung unverzichtbar, um zukünftig von der Metropole Hamburg nicht abgeschnitten zu werden. Auch die Forderungen der Geesthachter Wirtschaft in dieser Richtung sind ernst zu nehmen, damit Geesthacht auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Betriebe und Neuansiedlungen bleibt.

Haltestellen für Escheburg und Börnsen begrüßen wir ausdrücklich, damit unsere Nachbarn dort ebenso von einer Bahn-Anbindung profitieren“, ergänzt Demirhan.

Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Petra Bolte: „Um Missverständnisse auszuräumen möchten wir darauf hinweisen, dass wir für verschiedene Szenarien einer Bahnanbindung offen sind. Es wäre verfrüht, sich zu diesem Zeitpunkt auf eine bestimmte Art des Antriebs festzulegen oder darauf, ob die Anbindung per Regional-Bahn oder Stadtbahn beziehungsweise Straßenbahn erfolgen soll. Auch ob eine Bahn-Anbindung bis zum Hauptbahnhof geführt werden könnte, oder aber bis Nettelnburg oder Bergedorf mit einer Umsteige-Möglichkeit in die S 21 reichen würde, oder als Stadtbahn durch Bergedorf, erlaubt derzeit keine Vorfestlegung.“

„Wir haben eine grundsätzliche Forderung“, sagt Fraktionsmitglied Gerhard Boll: „Da die Bahntrasse durch besiedeltes Gebiet geht, darf die Geräuschentwicklung, die von den Fahrzeugen ausgeht, nur minimal sein. Und das schaffen besonders gut elektrisch angetriebene Triebwagen. Wer einmal die modernen Stadtbahnfahrzeuge in Hannover, Bremen oder Kassel wahrgenommen hat, weiß, dass sich diese Bahnen kaum durch Geräusche bemerkbar machen. Zurzeit arbeitet die Bahnindustrie an neuen Konzepten, an Hybrid-Triebwagen. Vielleicht könnte die Verbindung Geesthacht-Bergedorf als Modellstrecke genutzt werden, zum Beispiel für neu entwickelte Akku- oder Hybrid-Triebwagen.“

„Alle genannten Szenarien bieten Vor- und Nachteile. Das Wesentliche ist aber, dass erstmals seit Jahrzehnten eine Bahnanbindung für Geesthacht wieder in greifbare Nähe rückt. Insbesondere erwarten die Grünen vom Geesthachter Landtagsabgeordneten Olaf Schulze, Unterstützung von seiner Partei SPD für das wichtige Projekt einzufordern. In der Ratsversammlung am 11. Mai 2012 hatte die SPD-Fraktion noch eine erneute Untersuchung durch die LVS abgelehnt und dagegen gestimmt. Olaf Schulze dagegen hatte im Landtagswahlkampf Mai 2012 eine Bahn-Anbindung für Geesthacht befürwortet.Wir nehmen ihn beim Wort“, schließt Demirhan ab.

Letzte Änderung am Freitag, 23 November 2012 15:31
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.