Montag, 20 Juni 2016 14:14

Die Reiseapotheke als Helfer in der Not

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist im Krankheitsfall wichtig für die Versorgung vor Ort. Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist im Krankheitsfall wichtig für die Versorgung vor Ort. Foto: AOK

Gut vorbereitet in den Urlaub fahren

 

Geesthacht (LOZ). Endlich Urlaub und die schönste Zeit des Jahres gesund genießen. Doch wer einmal unterwegs erkrankt ist, weiß die Vorteile einer guten Reiseapotheke zu schätzen. Dabei gilt: wohin die Reise auch geht, der Inhalt der Reiseapotheke sollte dazu passen.

Die Zusammenstellung wird aber auch vom persönlichen Gesundheitszustand des Reisenden, wie beispielsweise dem regelmäßigen Bedarf an Medikamenten bestimmt. Davon unabhängig gehören verschiedene Hilfsmittel und Medikamente zur Grundausstattung. „Die Reiseapotheke sollte wirksame Mittel gegen typische Erkrankungen im Urlaub enthalten und so ausgestattet sein, dass auch die Reisedauer und die Anzahl der Reisenden berücksichtigt werden“, so AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Eine Bergwanderung in den Alpen, eine Kanutour in den norwegischen Fjorden oder eine Fahrradtour entlang der Donau erfordern eine jeweils andere Zusammenstellung der Reiseapotheke als eine Fernreise nach Afrika, Indien oder Hawaii.

Ganz oben auf der Liste stehen Medikamente gegen eine der häufigsten Reisekrankheiten schlechthin: den Reisedurchfall. Hilfreich für unterwegs ist ein Desinfektionsmittel auch für die Hände zwischendurch – am besten jederzeit griffbereit. Immer mit dabei sein sollten auch Schmerz- und Fiebermittel. Malariamedikamente sollten bei Reisen in ein Malariagebiet wie Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika, einen Platz in der Reiseapotheke erhalten. Ist Reiseübelkeit ein Thema, gehört ein Mittel dagegen in schnell erreichbare Nähe und sollte frühzeitig eingenommen werden. Flugreisende sollten bei Bedarf Augentropfen und Nasenspray gegen die Trockenheit im Handgepäck mit sich führen. Geht es in die Sonne, ist neben ausreichend viel Sonnenschutzmittel, dem eigenen Hauttyp entsprechend, auch kühlende Salbe gegen Sonnenbrand ein wichtiger Reisebegleiter. Insektenabweisende Mittel und juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche haben sich schon auf vielen Reisen bewährt.

Ergänzt wird die Reiseapotheke durch Verbandmaterial wie Schere, sterile Kompressen, Mullbinden, Pflaster, Einmalhandschuhe sowie Wund- und Heilsalbe. Grundsätzlich ist zu beachten, dass für alle Medikamente eine Lagerung möglichst unter 25 Grad Celsius empfohlen wird. Der gesamte Inhalt der Reiseapotheke sollte regelmäßig auf das Verfallsdatum hin überprüft werden.

Wer in fernen Ländern Urlaub macht, sollte sich auch über die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlenen Reiseschutzimpfungen für das jeweilige Urlaubsland informieren. Die Impfungen schützen vor gefährlichen Erkrankungen wie z.B. Hepatitis, Gelbfieber, Tollwut oder Typhus. Allerdings gehören die Reiseimpfungen nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und müssen von den Versicherten selbst bezahlt werden. Anders bei der AOK NordWest: „Für unsere Versicherten beteiligen wir uns an den Kosten für Reiseimpfungen in Höhe von 80 Prozent, maximal 150 Euro im Jahr“, so Bojens.

Mehr Infos rund um Reisen und Medizin gibt es im Internet unter www.aok.de/nw in der Rubrik ‚Gesundes Leben‘

Letzte Änderung am Montag, 20 Juni 2016 14:21
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.