Mittwoch, 06 Juli 2016 09:36

Grüne lehnen Erhöhung der Kita Gebühren ab

Grüne lehnen Erhöhung der Kita Gebühren ab Foto: W. Reichenbächer

Geesthacht (LOZ). In der vergangenen Sozialausschuss-Sitzung wurde über eine Erhöhung der Kita-Gebühren heiß diskutiert. Im Durchschnitt müssen Eltern 22 Prozent der Gebühren bezahlen. Die Stadt möchte den Eltern-Beitrag auf 30 Prozent erhöhen. Das heißt die Eltern zahlen dann rund ein Drittel mehr.

„Diesen unsozialen und Familienfeindlichen Schritt haben wir im Ausschuss abgelehnt. Leider haben CDU und SPD uns überstimmt und diesen Beschluss gefasst. Wir werden in den Gremien versuchen diese unangemessene realitätsferne und drastische Erhöhung zu kippen. Die Sanierung des Haushalts kann und darf nicht auf dem Rücken der Familien stattfinden. Gerade die Kindergärten und Krippen sollten erschwinglich bleiben oder sogar perspektivisch kostenfrei werden, damit der Besuch nicht erschwert oder sogar unmöglich gemacht wird“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ali Demirhan.

Die Begründung für die Erhöhung liefert die angespannte Haushaltslage. Die Stadt muss sparen. Genau da setzen die Grünen an. Die Konsolidierung des Haushalts dürfe nicht auf dem Rücken der Eltern ausgetragen werden. Die sind gerade auch an anderen Stellen stark belastet. So wurde gerade eine Erhöhung der Gebühren für die Grundschulbetreuung um 20 Euro beschlossen, und im kommenden Schuljahr wird ein Mensa-Essen voraussichtlich mehr als vier Euro kosten.

Bevor die Kita-Gebühren erhöht werden, sollten in Geesthacht andere Einnahmequellen ausgeschöpft werden, kritisieren die Grünen. Schulausschuss-Mitglied Renate Lefeldt meint dazu: „Nach Überzeugung der Grünen dürfen die Kita-Gebühren nicht erhöht werden. Bildung fängt im Kindergarten an und muss für alle Eltern erschwinglich sein.“

„Auch wenn ein Teil der Eltern Ermäßigungen erhält oder auch gar nichts zahlt, bleiben doch sehr viele, die trotz eines niedrigen Einkommens voll zahlen müssen. In vielen anderen Bundesländern ist der Besuch der Kitas frei. Das sollte auch für Schleswig-Holstein angestrebt werden“, schließt Lehfeldt ab.

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Juli 2016 09:46
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