Montag, 29 August 2016 15:10

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Beipackzetteln

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Beipackzetteln Foto: AOK

AOK informiert über Packungsbeilagen

 

Geesthacht (LOZ). Keine Frage: Beipackzettel enthalten wichtige medizinische Informationen. Umso schlimmer ist es, dass viele Patienten diese Packungsbeilagen zwar lesen, aber deren Inhalte oft nicht verstehen. Der Grund: Patienten sind mit der medizinischen Fachsprache und dem Umfang der Beipackzettel häufig überfordert oder können aus dem Text nicht die für sie wichtigen Informationen herausfiltern.

Besonders ältere Patienten verzweifeln hier oft. „Das kann schwerwiegende Folgen im Zusammenwirken mit anderen Arzneimitteln haben, wenn sie die Medikamente falsch kombinieren, oder aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen zum Beispiel anders als verordnet oder gar nicht einnehmen“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Schlechte Noten also für die Beipackzettel, obwohl sich hier schon einiges zum Guten verändert hat. Häufig fragen sich die Patienten, wann sie genau ihre Medikamente einnehmen sollen? Hier ein paar Tipps, was die Hinweise im Beipackzettel bedeuten:

- Auf nüchternen Magen: Das Medikament sollte auf leeren Magen mindestens 60 Minuten vor der Mahlzeit oder frühestens mindestens vier, besser sechs Stunden nach der Mahlzeit eingenommen werden.

- Vor dem Essen: Die Tablette sollte etwa eine halbe Stunde bis eine Stunde vor der nächsten Mahlzeit eingenommen werden. Denn auf leeren Magen wirken manche Medikamente schneller.

- Mit der Mahlzeit: Die Tablette kann während oder unmittelbar nach der Mahlzeit eingenommen werden.

- Nach dem Essen: Dieser Einnahmehinweis kann unterschiedliches bedeuten. Deswegen werden in den meisten Packungsbeilagen genauere Zeitangaben gemacht, zum Beispiel eine Stunde nach dem Essen.

Wichtig: Wurde die Einnahme vergessen, darf auf keinen Fall die doppelte Menge eingenommen werden. Im Zweifelsfall ist es immer besser, mögliche Bedenken und Fragen zur verordneten Einnahme mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker zu besprechen, anstatt das verordnete Medikament gar nicht einzunehmen.

Weitere Informationen zur Einnahme von Medikamenten gibt es im Internet unter nordwest.aok.de/ Bereich ‚Gesund im Alltag‘, unter ‚Medikamente‘. Außerdem beantworten Experten beim medizinischen Informationsservice ‚AOK-Clarimedis‘ alle Fragen rund um das Thema unter der Rufnummer: 0800 / 1 265 265. Für AOK-Mitglieder ist das Angebot kostenfrei.

Letzte Änderung am Montag, 29 August 2016 15:15
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