Dienstag, 30 August 2016 13:57

Die Pfadfinderwelt ist bunt

Die Meuten aus Börnsen und Sarau mit ihren Betreuern Ralf Meyer-Hansen und Michael Möller (hinten links). Die Meuten aus Börnsen und Sarau mit ihren Betreuern Ralf Meyer-Hansen und Michael Möller (hinten links).

Die „Grauhemden“ sind viel in der Natur unterwegs

 

Hohenhorn/Einhaus (LOZ). Es duftet erdig, Tau liegt auf dem Rasen und die Sonne lugt durch die hohen Baumwipfel: Es ist Zeit, aufzustehen. Punkt sieben werden Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis elf Jahren geweckt. Sie sind die sieben „Wölflinge“ der Meute des „Neuanfangs Carl Friedrich Gauß“ der Kirchengemeinde Hohenhorn. Fünf Tage verbringen sie im Pfadfinderlager auf dem Jugendfreizeitplatz in Einhaus bei Ratzeburg. Zu erkennen sind sie an ihren grauen Hemden und den schwarzen Zelten.

Der Tag beginnt mit Frühsport, Frühstück und einer kleinen Andacht, die perfekte Einstimmung auf den Tag. Heute gibt es einen Trainingslauf im Wald, die besten dürfen später mit aufs Schiff und Wickie aus der Gefangenschaft retten. Das Thema des Meuten-Sommerlagers lautet „Wickie und die starken Männer“. Mit dabei sind auch elf Kinder der befreundeten Meute vom Stamm Sarowe aus Sarau, Kreis Bad Segeberg. Die Kinder teilen sich für den Trainingslauf in Gruppen auf, erhalten verschiedene Aufgaben wie eine Strickleiter bauen. Die Teamerinnen von beiden Meuten und die Betreuer sind die Posten im Wald.

Ralf Meyer-Hansen, Pastor der Kirchengemeinde Hohenhorn, und Ingenieur Michael Möller aus Börnsen betreuen die Kinder. „Diese Aufgabe mache ich ehrenamtlich während meines Urlaubs“, sagt der 35-jährige Möller. „Denn ich war früher selbst Pfadfinder und ich liebe es draußen in der Natur zu sein“. Das gibt er weiter - sein großer Sohn ist ebenfalls Pfadfinder. „Die Gemeinschaft verbindet und das Zusammensein funktioniert super. Das ist toll zu sehen“, so Möller weiter.

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Lilly (li.) und Vicky genießen ihre Zeit im Sommerlager. Foto: hfr

 

Das können Lilly und Vicky (beide 9) aus Börnsen bestätigen. Die Freundinnen sind seit einem und eineinhalb Jahren dabei. „Es macht Spaß, in Zelten zu schlafen und viel in der Natur unterwegs sind“, erklärt Lilly. „Und wir haben schon einiges gelernt: mit einem Messer zu schnitzen, Zelte aufzubauen, Feuer zu machen und uns in der Natur selbst zu versorgen“, ergänzt Vicky stolz.

Ralf Meyer-Hansen, Pastor der Kirchengemeinde Hohenhorn, ist die Kinder- und Jugendarbeit in seiner Gemeinde sehr wichtig: „Mir macht es sehr viel Freude, mit den Pfadfindern unterwegs zu sein“. Anfang August war er mit den jugendlichen „Pfadis“ im Bundeslager in Beilstein nahe Heilbronn mit rund 1.400 Teilnehmern aus ganz Deutschland. Die Pfadfinder der Kirchengemeinde gehören der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) an, die in der Nordkirche viermal vertreten sind. Rund 45 Kinder und Jugendliche treffen sich seit zwei Jahren regelmäßig in Gruppenstunden und zu Aktivitäten.

Die Pfadfinder-Kindergruppe ist ab dem 9. September für Interessierte offen. Wer mag, kann sich bei Ralf Meyer-Hansen unter Telefon 040 / 720 34 42 oder per Email: ralf-meyer@gmx.net anmelden.

Hintergrund: Die Pfadfinderwelt ist bunt!

Die zahlenmäßig größte evangelische Pfadfinderorganisation ist der Verband der Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Neben ihm gibt es viele kleinere Vereine und Zusammenschlüsse (z.B. REGP, CPD, CGP). Oft erscheinen die Unterschiede gering. Doch stehen dahinter zumeist pädagogische Grundentscheidungen. So macht es z.B. einen Unterschied ums Ganze, ob man vereinsmäßig organisiert ist oder nicht; ob Hauptamtliche die Arbeit (mit)tragen, oder es nur Ehrenamtliche gibt; ob Alkohol und Nikotin im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auf Pfadfinderlagern erlaubt sind oder abgelehnt werden. Für alle, auch unterschiedliche religionspädagogische Entscheidungen gibt es gute Argumente und Gegenargumente. Welche kirchliche Pfadfinderarbeit man befürwortet, ist also auch eine Frage des pädagogischen Standpunkts.

Der Stamm „Carl Friedrich Gauß“ in der Kirchengemeinde Hohenhorn gehört zur Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD e.V.). Sie hat deutschlandweit rund 4.000 Mitglieder und ist rein ehrenamtlich organisiert. Im Raum der Nordkirche gibt es sie in fünf Gemeinden. Kontakt: tawri – Lena Neubert, Wördenmorrweg 94, 22415 Hamburg, Telefon: 040/53 04 87 04, tawri@hammarskjoeld.de

Letzte Änderung am Dienstag, 30 August 2016 14:14

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