Mittwoch, 21 September 2016 11:52

Die Wanderhure kommt nach Geesthacht

Die Wanderhure kommt nach Geesthacht Foto: hfr

Geesthacht (LOZ). Nach der fulminanten Darbietung von „Die Päpstin“ kommt das Ensemble von theater.lust mit einer weiteren außergewöhnlichen Inszenierung nach Geesthacht. Am Freitag, 23. September, gastiert „Die Wanderhure“ um 20 Uhr im kleinen Theater Schillerstraße. Eintritt von 18,70 Euro bis 31,90 Euro gibt es im Vorverkauf online unter www.kts-geesthacht.de, direkt an der Theaterkasse in der Schillerstraße 33 oder bei Zigarren Fries in Geesthacht.

„Viele Gäste sind an mich mit dem Wunsch herangetreten, diese Truppe wieder zu buchen. Fest steht, dass man solch außergewöhnliche und fesselnde Inszenierungen selbst in Hamburg nur selten zu sehen bekommt“, freut sich Geschäftsführer Thorsten Winkler.

Die Wanderhure ist ein spannender Krimi von der ersten bis zur letzten Minute. Die großartigen schauspielerischen Leistungen beeindrucken und garantieren fast Standing Ovations. Das Bühnenbild und die Kostüme sind minimalistisch und akzentreich.

Als der verwitwete Meister Matthis Schärer 1410 in Konstanz für seine sittsame Tochter Marie einen Ehevertrag mit dem illegitimen Grafensohn Ruppertus Spendidus schließt, ahnt er nichts von dessen wirklichen Absichten. Der heimtückische und besitzgierige Advokat lässt die 17-jährige Jungfrau brutal vergewaltigen und in einem Schandkittel aus der Stadt verbannen. Eine Wanderhure findet Marie halbtot im Straßengraben…

Es könnte so einfach sein. Marie, Tochter eines reichen Tuchhändlers, liebt Michel. Keine gute Partie, so ein Wirtssohn, aber… Sie könnten weggehen aus Konstanz. Maries Vater allerdings hat ganz andere Pläne für seine Tochter. Die Frau von Ruppertus Splendidus soll sie werden, dem Sohn des Reichsgrafen von Keilburg. Niemals. Stolz schmettert Marie dem ungeliebten Verlobten ihr Nein entgegen. Was sie nicht weiß: Sie und ihr Vater sind Opfer einer Intrige. Plötzlich wird Marie der Hurerei bezichtigt. Sie, die Unschuld selbst. Sie wird eingekerkert und vergewaltigt, kommt vors Kirchengericht, beteuert und fleht vergeblich. Ihr Vater, der sie schützen will, wird ermordet, Marie am Schandpfahl fast totgeschlagen und dann aus der Stadt gejagt. Aber der Mensch ist ein zähes Wesen. Marie überlebt und schwört Rache. Nichts wird sie davon abbringen, die, die ihr Leben zerstört haben, zu stellen und zu vernichten. Doch sie – eben noch die ehrbare Bürgerstochter – ist entrechtet und ohne Heimat. Nur als Prostituierte kann sie sich durchbringen, als „Hübschlerin“, als Wanderhure. Aber als Hure hat sie auch Macht – wenn sie geschickt ist. Und alle ihre Gaben nutzt, ihre Schönheit, ihre Intelligenz und ihren Mut der Verzweiflung. Marie hat nichts mehr. Jetzt will sie Macht und Rache. Wird sie beides bekommen? Hat sie überhaupt eine Chance?

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 September 2016 12:02
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