Donnerstag, 13 Oktober 2016 18:34

Wirtschaft informiert sich über Helmholtz-Zentrum

Prof. Karl Ulrich Kainer (r.) erklärt einem Teil der Besuchergruppe die Verarbeitung von Magnesium. Prof. Karl Ulrich Kainer (r.) erklärt einem Teil der Besuchergruppe die Verarbeitung von Magnesium. Foto: W. Reichenbächer

Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Geesthacht

 

Geesthacht (wre). Die Wirtschaftliche Vereinigung Geesthacht (WVG) hatte zu einem Abend unter dem Motto „Wirtschaft meets Helmholtz“ in das Geesthachter Helmholtz-Zentrum (HZG) eingeladen. Rund 30 Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich über die Forschung vor Ort zu informieren, und um Kontakte zu knüpfen. „Diese Veranstaltungen stehen ja auch immer etwas im Zeichen des Netzwerkens“, erklärt der erste WVG Vorsitzende Jürgen Wirobski. Aber auch der Kontakt zu den Helmholtz-Wissenschaftlern kann für den einen oder anderen Gewerbetreibenden aus der Region ein Gewinn sein.

Stand der erste Teil des Abends noch bei Schnittchen und Kuchen im Zeichen des Netzwerkens der regionalen Unternehmer, übernahmen nach einer kurzen Vorstellungsrunde die Wissenschaftler das Ruder. HZG Pressesprecher Dr. Torsten Fischer gab einen kurzen Abriss über die Helmholtz Gemeinschaft. So sind in diesem Verbund viele wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland miteinander verbunden. 40.000 Mitarbeiter arbeiten so mehr oder weniger zusammen. Dabei übernimmt der Bund 90 Prozent der Kosten. Das Geesthachter Zentrum, 1956 als GKSS gegründet, ist eines von 18 Forschungszentren, mit dem Schwerpunkt Material- und Küstenforschung.

Die Besucher erfuhren von den aktuellen Projekten sowohl bei der Meeresforschung, als auch in der Verwendung von Magnesium. „Magnesium ist ein Drittel leichter als Aluminium, aber auch ein spröder und schwer zu verarbeitender Stoff“, so Fischer. Die Teilnehmer konnten sich auch hautnah über die Magnesium-Verarbeitung informieren. Neben diversen Ausstellungsstücken konnte die hauseigene Produktion besichtig werden, wo unter anderem Bleche für die Autoindustrie entwickelt werden. Aber auch im medizinischen Bereich hat Magnesium viele Vorteile, wie Prof. Karl Ulrich Kainer berichtet. Ob nun für Stents in der Gefäßchirurgie, oder auch Verschraubungen für Knochen, sei das Material gut verwendbar, weil es problemlos im Körper abgebaut werden kann.

Gisele Amancio brachte in einem Vortrag den Besuchern den „Technologietransfer“ näher. „Dort wollen wir die Wissenschaft in der Wirtschaft zur Anwendung bringen“, so Amancio. Dabei werden Kooperationspartner in der Wirtschaft gesucht, um dann gemeinsam ein Projekt weiterzuentwickeln. Von der guten Zusammenarbeit konnte auch Joachim Wilczek berichten, der mit seiner Firma CTS in der Mercatorstraße bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Geesthachter Helmholtz-Zentrum gesammelt hat. Gisele Amancio ermutigt dann auch, sich ruhig bei Fragen zur Materialforschung an das Zentrum zu wenden. „Dadurch entstehen oftmals auch für uns interessante Fragestellungen, und bringen unsere Entwicklungen in eine neue Richtung“, ergänzt Kainer.

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