Montag, 21 November 2016 12:46

Landtagskandidatin Wagner-Bockey hebt Wichtigkeit der Frauenhäuser hervor

Landtagskandidatin Wagner-Bockey hebt Wichtigkeit der Frauenhäuser hervor Foto: hfr

Geesthacht/Schwarzenbek (LOZ). Am 25. November ist es wieder so weit. Der Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ rückt ein beständiges Problem in den Mittelpunkt: Jedes Jahr werden insbesondere Frauen und Kinder Opfer häuslicher Gewalt. In Schleswig-Holstein wenden sich ca. 10.000 betroffene Frauen jährlich an eine Beratungsstelle oder den Frauennotruf. In Schleswig-Holstein gibt es 16 Frauenhäuser mit zusammen 319 Plätzen. Jährlich finden dort mehr als 1.000 Frauen mit ihren Kindern Zuflucht.

Die Landtagskandidatin Kathrin Wagner-Bockey (SPD) hebt die Wichtigkeit dieser Institutionen hervor. „Ich habe die Entwicklung der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein und Hamburg in der Vergangenheit aufmerksam verfolgt. Als Beziehungsgewaltsachbearbeiterin an einem Polizeikommissariat habe ich mit den Frauenhäusern stets gute Beziehungen gepflegt und das Engagement der Mitarbeiterinnen sehr geschätzt. Frauenhäuser bieten Schutz und erste Hilfe in Situationen, wo teilweise jahrelange häusliche Gewalt eskaliert ist. Dieser Schutzraum ist insbesondere für traumatisierte Kinder eine erste Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Wichtig ist auch die fachliche Beratung der Mütter, denen damit die Möglichkeit gegeben wird, sich gedanklich neu zu sortieren.

Für uns im Kreis ist das Frauenhaus in Schwarzenbek extrem wichtig. Anfang August habe ich mir einen persönlichen Eindruck von der Einrichtung machen können. Sie hat den Namen „Zufluchtsort“ mehr als verdient. Zusätzlich positiv ist, dass wir mit dem Frauenhaus in unserem Kreis ein regionales Angebot machen können. Als Landtagskandidatin sehe ich die Wichtigkeit der Frauenhäuser und genauso die Wichtigkeit eines guten Beratungsnetzwerkes. –Dies betrifft übrigens auch die Schaffung von Beratungsmöglichkeiten für Männer. –In ihrer Rolle als Täter, aber auch als Opfer haben sie oft ebenfalls einen erheblichen Leidensdruck und benötigen Hilfe.

2011 standen die Frauenhäuser vor dem Aus. – Nach dem Willen der damaligen CDU sollten sie geschlossen werden. Dies konnte 2012 durch die Küstenkoalition abgewendet werden. Die SPD Schleswig-Holstein hat die Förderung in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. In 2016 haben die Frauenhäuser des Landes Schleswig-Holstein eine Förderung in Höhe von rund 4.245.000 Euro erhalten. Diese soll ab 2017 nochmals aufgestockt werden. Zusätzlich wichtig ist die enge Kooperation der beiden Länder Schleswig-Holstein und Hamburg bei der Vergabe und Vermittlung der Plätze. Künftig gibt es eine überregionale, gemeinsame Anlaufstelle, das „24/7“. Die neue, zentrale Anlaufstelle koordiniert zukünftig eine länderübergreifende Belegung und dient auch als erste, telefonische Anlaufstelle.

Die Beratungsstelle „24/7“ ist rund um die Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 040 / 800 04 10 00.

Letzte Änderung am Montag, 21 November 2016 13:01
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