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Montag, 21 November 2016 17:26

Bundesweiter Aktionstag gegen häusliche Gewalt am 25. November

Mit Sprüchen wie „Mit Gewalt erreicht man keine Liebe“ möchte die Gleichstellungs-beauftragte Nina Stiewink auf ein Tabuthema aufmerksam machen. Mit Sprüchen wie „Mit Gewalt erreicht man keine Liebe“ möchte die Gleichstellungs-beauftragte Nina Stiewink auf ein Tabuthema aufmerksam machen. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Dassendorf (LOZ). „Leider ist das Thema „häusliche Gewalt gegen Frauen“ in der breiten Öffentlichkeit noch immer ein Tabu. Gerne unterstütze ich diesen Aktionstag auch in diesem Jahr wieder“, betont Nina Stiewink, Gleichstellungsbeauftragte im Amt Hohe Elbgeest. In diesem Jahr verteilt sie am Freitag, 25. November von 9 bis 12 Uhr im Amtsgebäude, Christa-Höppner Platz 1, 21521 Dassendorf, leckere Brötchen in Tüten mit dem Aufdruck „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ aus einer lokalen Bäckerei sowie Informationen zum Thema häusliche Gewalt und steht dann auch für Gespräche oder Terminvereinbarungen bereit.

Ab Montag, 21. November macht die Gleichstellungsbeauftragte mit besonderen Aktionen aufmerksam auf die Sorgen und Nöte betroffener Frauen. Vor dem Amtsgebäude flattern Fahnen von Terre des Femmes „frei leben – ohne Gewalt“ und setzen ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen und das Schwerpunktthema von Terre des Femmes: „Tür auf! Schutzräume für alle gewaltbetroffenen Frauen“.

Im Foyer des Amtsgebäude hängen an einem Wäscheständer bunte Zettel mit provokanten Sprüche wie „Trau Dich – geh weg“ oder „Wo die Gewalt anfängt, hört der Verstand auf“. Sie sollen betroffenen Frauen Mut machen, sich ihrer Situation bewusst zu werden und Unterstützung zu suchen in Frauenhäusern oder bei dem Hilfetelefon 08000 / 116 016.

Gewalt gegen Frauen wird unabhängig von sozialem Status, Herkunft oder Bildung ausgeübt. Jede vierte Frau ist mindestens einmal im Leben von häuslicher Gewalt betroffen, die nicht nur körperlich, sondern auch psychisch ausgeübt wird. Im Jahr 2015 gab es in Schleswig-Holstein 3.280 polizeiliche Einsätze bei häuslicher Gewalt, bei denen 382 Täter der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurden. 1.034 Frauen flohen mit ihren 1.030 Kindern in ein Frauenhaus. Darüber hinaus kontaktierten rund 10.500 Frauen die vom Land geförderten 23 Frauenberatungsstellen.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet in verschiedenen Sprachen Unterstützung unter 08000 / 116 016. Im Internet sind aktuelle Informationen zu Hilfsangeboten unter www.hilfetelefon.de zu finden.

Die Hilfeangebote bei häuslicher Gewalt und weitere Informationen zum Thema sind auch in der Broschüre „Nur Mut - Handlungsmöglichkeiten in Gewaltbeziehungen“ zusammengestellt. Die Broschüre steht im Internet unter www.schleswig-holstein.de zum Herunterladen bereit in deutscher, türkischer, russischer, englischer, französischer und arabischer Sprache.

Letzte Änderung am Montag, 21 November 2016 20:12