Dienstag, 29 November 2016 15:31

Mehr Geld für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg

Mehr Geld für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg Foto: W. Reichenbächer

Grüne: „Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf-Geesthacht weiter voranbringen“

 

(LOZ). Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 25. November durch die Änderung des Regionalisierungsgesetzes den Ländern zusätzliche Mittel für den Ausbau des Nahverkehrs bewilligt. Schleswig-Holstein bekommt hierdurch jährlich 30 Millionen Euro mehr, während Hamburg jährlich gut 16 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung hat. Davon könnte auch die Reaktivierung der Bahnstrecke Bergedorf-Geesthacht profitieren.

Manuel Sarrazin, der grüne Bundestagsabgeordnete für Bergedorf-Harburg-Wilhelmsburg, erklärt hierzu: „Ende Oktober hat sich die Bezirksversammlung Bergedorf einstimmig für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Bergedorf und Geesthacht ausgesprochen. Hiermit unterstützt sie die langjährige Forderung, Geesthacht und die umliegenden Gemeinden mit dem öffentlichen Nahverkehr an Hamburg anzubinden und die Attraktivität der Metropolregion deutlich zu steigern. Da die Strecke ein klarer Wunsch Schleswig-Holsteins ist, sollte Hamburg sich für Lösungen offen zeigen. Den PKW-Verkehr in Bergedorf von der Straße auf die Schiene zu verlagern, ist gemeinsames Interesse. Bergedorf ist Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Durch die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene kann diese Rolle weiter untermauert werden.“

Der Bundestagsabgeordnete für Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd Dr. Konstantin von Notz erklärt hierzu: „Für die wachsenden Pendlerströme in der Metropolregion kommt es auf schnelle, zuverlässige und komfortable Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr an. Das ist sowohl im Sinne Hamburgs, als auch des Umlandes. Es ist anachronistisch, dass eine Stadt von der Größe Geesthachts keinen Bahnanschluss hat. Dabei gilt es, die Interessen der anliegenden Gemeinden einzubeziehen, damit die ganze Region von neuen Stationen und einer modernen Anbindung profitiert. Dabei muss darauf geachtet werden, dass insbesondere dem Lärmschutz Sorge getragen wird.“

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