Dienstag, 13 Dezember 2016 16:15

Krümmel: Vattenfall reicht Antrag zum Bau des Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ein

Krümmel: Vattenfall reicht Antrag zum Bau des Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ein Foto: W. Reichenbächer

Von Notz: Sicherheit und Transparenz gehen vor

 

Geesthacht (LOZ). Vattenfall hat heute den Antrag zum Bau eines Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmAaZ – LasmA am Zwischenlager) bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig Holstein (MELUR) eingereicht. Das Lager soll auf dem Gelände des Kernkraftwerks Krümmel gebaut werden und dient der Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die später in das Bundesendlager Schacht Konrad gebracht werden sollen.

Zum heutigen Antrag erklärt der Wahlkreisabgeordnete für Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dr. Konstantin von Notz:

„Zurecht verfolgen die Geesthachter Anrainer nach vielen schlechten Erfahrungen bezüglich Vattenfalls Umgang mit Atommüll und Reaktorruine genau. Sicherheit, Transparenz und Beteiligung müssen bei allen Rückbauschritten Vorrang haben. Nur so gewinnt der Atomausstieg die so wichtige Akzeptanz gerade auch in den betroffenen Standortgemeinden.

Daher ist das Vorhaben Vattenfalls, den schwach und mittel radioaktiven Atommüll auf dem Gelände des Kraftwerks Krümmel zu lagern, grundsätzlich begrüßenswert. Die Lagerung am Standort hat den großen Vorteil, dass radioaktive Abfälle nicht quer durch das Land transportiert werden müssen. Je weniger Atommüll-Transporte und je mehr die Erfahrung der Fachleute an den Atomstandorten genutzt wird, desto besser für Sicherheit und Umwelt.

Endlich hat Vattenfall nun immerhin in dieser Frage Klarheit geschaffen. Allerdings steht noch die eingehende Prüfung durch die Aufsichtsbehörde aus.

Das laufende Beteiligungsverfahren für den Geesthachter Forschungsreaktor zeigt, wie die Bürgerinnen und Bürger in an den Verfahren auf Augenhöhe teilhaben können. Nur so wird Transparenz geschaffen und Vertrauen erreicht. Dennoch bleibt die Frage, wer für das alles aufkommen soll. Nach dem Karlsruher Urteil und der anstehenden Einigung in der Kostenfrage sollte Vattenfall in Washington nicht mehr um Milliarden klagen.“

Letzte Änderung am Dienstag, 13 Dezember 2016 16:26
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