Mittwoch, 01 Februar 2017 20:10

Sind wir reif für ein Bedingungsloses Grundeinkommen?

Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, wird in Geesthacht ihren Standpunkt zum Bedingungslosen Grundeinkommen erläutern. Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, wird in Geesthacht ihren Standpunkt zum Bedingungslosen Grundeinkommen erläutern. Foto: hfr

Katja Kipping und Cornelia Möhring zu Gast in Geesthacht

 

Lesezeit: 2 Minuten

Geesthacht (LOZ). Am Donnerstag, 09. Februar, veranstaltet Die Linke einen Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Als Gäste sind die Bundesvorsitzende der Partei, Katja Kipping, und die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Cornelia Möhring, eingeladen. Die Veranstaltung findet im Oberstadttreff, Dialogweg 1 in Geesthacht statt. Beginn ist 19 Uhr.

Die Idee klingt verlockend: Jeder Mensch in unserer Gesellschaft bekommt ein Einkommen, das nicht nur seine Existenz sichert sondern auch eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Und das ohne eine Bedürftigkeitsprüfung, ohne Zwang zur Arbeit oder andere Gegenleistungen. So wundert es auch nicht, dass die Vision ein breites Spektrum von Unterstützerinnen und Unterstützern hinter sich versammelt. Die Unterstützung kommt aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen und politischen Lagern: Vom Hartz-IV-Empfänger bis zur Unternehmerin, von den Neoliberalen bis zu den Linken.

Innerhalb der Partei Die Linke ist Katja Kipping eine der prominentesten Befürworterin des Bedingungslosen Grundeinkommens. Kipping: „Es gibt viele gute Gründe für das Grundeinkommen. Drei Dinge sind zentral: Zum einen, dass man mit einem Grundeinkommen in der Gesellschaft Existenzangst ausschließen kann. Das Grundeinkommen bedeutet zudem eine Art Demokratiepauschale, welche Jeder und Jedem politische Teilhabe und kulturelle Entfaltung ermöglicht, und zwar unabhängig davon, ob man auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich ist oder nicht. Und: erst ein existierendes Grundeinkommen versetzt uns in die Lage, für Formen solidarischen Wirtschaftens zu kämpfen, um nicht weiter in einer Gesellschaft zu leben, in der jeder erpressbar ist.“

Aber auch innerhalb der Linken ist die Idee heftig umstritten. Was für die Einen die Lösung gravierender gesellschaftlicher Probleme und der Aufbruch in eine neue Gesellschaft ist, erscheint den Anderen als eine unrealistische Vision von einem „Schlaraffenland“, in dem niemand arbeiten muss. Sie fordern stattdessen eine überzeugende Alternative zum modernen Kasinokapitalismus, die Perspektiven jenseits von prekärer Beschäftigung, Armut und sozialer Ausgrenzung aufzeigt.

Katja Kipping wird ihre Vorstellung von einem Bedingungslosen Grundeinkommen darlegen und Wege zu dessen Einführung aufzeigen. Anschließend gibt es Gelegenheit die unterschiedlichen Standpunkte zu diskutieren.

Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Februar 2017 20:24
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