Donnerstag, 09 März 2017 14:38

Amtsunterkunft in Kröppelshagen heißt künftig „Lindenhof“

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Die neue Amtsunterkunft in Kröppelshagen wird in den kommenden Monaten mit Leben erfüllt in den Wohnräumen und dem Gemeinschaftsraum. Die neue Amtsunterkunft in Kröppelshagen wird in den kommenden Monaten mit Leben erfüllt in den Wohnräumen und dem Gemeinschaftsraum. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Escheburg (LOZ). Am 7. März kamen die Mitglieder des Amtsausschusses in den Escheburger Gemeinderäumen zusammen, wo sie der Escheburger Bürgermeister Rainer Bork begrüßte.

In der Einwohnerfragestunde wandten sich Mitglieder des Kröppelshagener Helferkreises an den Amtsausschuss. Der Helferkreis „Asyl im Dorf“ betreut aktuell rund 20 Asylbewerber und Flüchtlinge, die in drei angemieteten Immobilien leben. Der Helferkreis bat darum, nach Belegung des amtseigenen Neubaus an der Friedrichsruher Straße die jetzigen Mietverhältnisse sobald möglich zu beenden, damit die gute Integrationsleistung der ehrenamtlichen Helfer auch künftig fortgesetzt werden kann. Außerdem sei hauptamtliche Unterstützung vor Ort unbedingt erforderlich. Die Unterbringungsplätze in Kröppelshagen sollten der Einwohnerzahl des Ortes angepasst sein.

Amtsvorsteherin Martina Falkenberg betonte, dass in den kommenden Beratungen in den Amtsgremien die ausgewogene Unterbringung der Schutzsuchenden in den Amtsgemeinden berücksichtigt werden soll: „Wir werden diese Aspekte sehr wohl in die Waagschale werfen, wenn es um die gerechte Verteilung in den Gemeinden geht.“

In dem neuen Gebäude sind Räume für einen Hausmeister und eine sozialpädagogische Betreuung vorgesehen. André Chors, Fachdienstleiter Soziales und Ordnung, erklärte, dass derzeit Gespräche mit der AWO Interkulturell zu der Besetzung der Betreuungsstellen vor Ort geführt werden. Im Amtsbereich sind seit Juli 2015 Sozialbetreuer und Sprach- und Kulturmittler der AWO Interkulturell für die Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge im Einsatz, die künftig stundenweise auch in der neuen Unterkunft für bis zu 40 Personen tätig sein werden.

Ab 13. März kann die Belegung der Amtsunterkunft erfolgen, die vor allem für Familien vorgesehen ist, so André Chors weiter. Aktuell sind alle zugewiesenen und nachgezogenen Flüchtlingsfamilien untergebracht, aber weitere Familiennachzüge werden in den kommenden Wochen erwartet. Rund 250 Personen wohnen zurzeit in amtseigenen oder angemieteten Unterkünften, davon 150 anerkannte Flüchtlinge und 100 Asylbewerber, deren Verfahren noch nicht abgeschlossen sind. 15 Familiennachzüge mit 25 Kindern werden in den kommenden Monaten erwartet im Amtsbereich.

Aus dem Kommunalpakt III, Mittel von Bund und Land, erhält das Amt Hohe Elbgeest ab 1. Januar 2017 eine Integrationspauschale von 1.200 Euro (bisher 2.000 Euro), die weiterhin einmalig pro zugewiesenem Asylbewerber, ergänzend aber auch für hier geborene Kinder und nachgezogene Familienmitglieder, gezahlt wird. Außerdem wird das Amt Hohe Elbgeest einen Fixbetrag zur Deckung der Asyl-und Flüchtlingskosten erhalten. Kreisweit werden rund 950.000 EUR verteilt.

Die Amtsunterkunft in Kröppelshagen wird am 10. März dem Amtsausschuss, den Gemeindevertretern aus Kröppelshagen und dem Helferkreis Kröppelshagen vorgestellt. Der Amtsausschuss stimmte dem Vorschlag der örtlichen Gemeindevertretung zu, das Gebäude künftig „Lindenhof“ zu nennen und eine Linde auf dem Gelände zu pflanzen in Erinnerung an die frühere Dorfgaststätte Lindenkrug an dieser Stelle.

In nichtöffentlicher Sitzung beschloss der Amtsausschuss den Verkauf einer Immobilie und die Beendigung eines Mietverhältnisses in Kröppelshagen. Der 2015 eingerichtete Sonderausschuss hat den Auftrag erhalten, zur Vorbereitung einer eventuell weiteren Verringerung der Unterbringungskapazitäten die vorhandenen Immobilien zu beurteilen. Dabei sollen Geeignetheit der Immobilie, die einwohnergerechte Verteilung in den Amtsgemeinden und die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 März 2017 14:47
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