Donnerstag, 16 März 2017 13:04

Qualifizierung zur Nachbarschaftshilfe stark gefragt

Qualifizierung zur Nachbarschaftshilfe stark gefragt Foto: Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg

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Geesthacht (LOZ). Mit viel Engagement und Spaß haben die Teilnehmer den Kursus Nachbarschaftshilfe beendet. „Unsere Schulung nahm 20 Unterrichtsstunden in Anspruch. Wir haben Grundlagenwissen zum Krankheitsbild Demenz vermittelt und zum Beispiel erläutert, wie die Kommunikation und dass Verhalten der Erkrankten sich verändern“, berichtet Nadine Fauck vom Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Die Teilnehmenden können zukünftig ehrenamtlich in sogenannten niedrigschwelligen Angeboten oder als Nachbarschaftshelfer tätig werden.

Bereits zum zweiten Mal hatten der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg und das Kompetenzzentrum Demenz der Alzheimer-Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (AGSH) eingeladen. Vierzehn Personen nahmen an der Veranstaltung in Geesthacht teil, die Pflegebedürftige, Demenzkranke und ihre Angehörigen unterstützen möchten. Nadine Fauck begrüßte alle Teilnehmenden, die beiden erfahrenen Referentinnen Anne Brandt und Ines Hundsdörfer vom Kompetenzzentrum Demenz führten die Veranstaltung durch.

Der Aufbau der Nachbarschaftshelfer ist eine wichtige Maßnahme, um Bedingungen für ein würdiges und selbstbestimmtes Älterwerden in unserer heutigen Gesellschaft zu schaffen. Seit letztem Jahr steht allen Menschen mit einer Demenzerkrankung oder einer Pflegestufe die Möglichkeit offen, über die Pflegeversicherung einfache Hilfen, wie die Betreuung bei Arztbesuchen oder die sinnvolle Beschäftigung der Erkrankten, zu finanzieren. Jedem Betroffenen stehen monatlich 125 Euro für solche Entlastungsleistungen zu. Nicht förderfähig sind pflegerische Tätigkeiten, die üblicherweise Pflegedienste oder Angehörige leisten.

Auch im Südkreis gibt einen hohen Bedarf für diese Art der Unterstützung. Die nächste Schulung zum Umgang mit hilfebedürftigen Menschen wird bereits für den November 2017 in Lauenburg geplant. Doch wer sich als Nachbarschaftshelfer anbieten möchte, muss im pädagogischen oder gesundheitlichen Sektor qualifiziert sein oder eine anerkannte Grundlagenschulung absolvieren. Die angebotene Schulung erfüllt gemäß § 45 des Sozialgesetzbuches XI die Anerkennungsvoraussetzungen für Schleswig-Holstein. Die Kosten übernimmt in der Regel die Pflegekasse des Nachbarschaftshelfers.

Nähere Informationen zur Anmeldung und zum weiteren Kursangebot in der Begegnungsstätte Lauenburg-Mitte gibt Cornelia Hagelstein unter Telefon 04542 / 82 65 49.

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 März 2017 13:14
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