Dienstag, 22 Januar 2013 15:47

„Wem gehört(e) die Himmelsscheibe von Nebra?“

Vortrag am 31. Januar 2013 in der Christuskirche

Himmelscheibe-10.12

Die Himmelsscheibe von Nebra. Foto: hfr

 

Geesthacht (LOZ/tba). Dr. Bernd Zich, Abteilungsleiter im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt - Landesmuseum für Vorgeschichte - Halle/Saale, referiert über eine spannende Geschichte.

Die „Himmelsscheibe von Nebra“ aus dem südlichen Sachsen-Anhalt birgt die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Vor diesem Hintergrund drängen sich Fragen auf, die heute schon zum Teil in Publikationen und Ausstellungen von Spezialisten beantwortet werden können.

Dr. Bernd Zich, Abteilungsleiter des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale), geht der spannenden Frage nach, wem die Himmelsscheibe gehört haben könnte. Hierzu liefert er zahlreiche erstaunliche Erkenntnisse.

In der Frühbronzezeit (2.300 – 1.600 v. Chr.) ist Mitteldeutschland der wirtschaftliche Motor für weite Teile Europas. Infolgedessen kommt es zur Herausbildung einer elitären Gesellschaftsschicht, die ein paneuropäisches Netzwerk unterhält. Vor diesem Hintergrund erscheint es möglich, die Himmelsscheibe von Nebra – heute Prunkstück des Landesmuseums für Vorgeschichte von Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) – einem konkreten Personenkreis als Nutzer und/oder Besitzer zuzuordnen.

Hierzu setzt der Referent das betreffende archäologische Fundspektrum in Beziehung zu den naturräumlichen Gegebenheiten der näheren Fundumgebung, analysiert die sozialen Strukturen und regionalen Sitten der Menschen des ersten mitteleuropäischen Metallzeitalters (sog. Aunjetitzer Kultur) und kommt zu überraschenden Ergebnissen hinsichtlich der Bewandtnis der Himmelsscheibe.

Vortrag am Donnerstag, 31. Januar, 19:30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche, Neuer Krug 4. Eintritt frei.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Januar 2013 15:36
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