Donnerstag, 29 März 2012 15:17

„Leserschwund“ in der Stadtbücherei

Jahresbericht für  2011 vorgelegt

tba Jahresrückblick

Die Leiterin der Stadtbücherei Susanne Schmidt (links) und ihre Stellvertreterin Ursula Carstens-Lühr denken optimistisch. Foto: T. Bartel

Geesthacht (tba). Die Ausleihzahlen sind von 228.808 im Jahr 2010 auf 217.379 im Jahr 2011 gesunken, also circa um fünf Prozent. 2011 waren 3.456 Nutzer aktiv und das sind 17,34 Prozent weniger als im Vorjahr.

Auch im Jahr 2010 gab es gegenüber den Vorjahren rückläufige Zahlen. Dieser Trend konnte jedoch leicht erklärt werden. Auf Grund eines Wasserschadens war das Angebot der Bücherei nur eingeschränkt nutzbar und dies für einen längeren Zeitraum. Was aber war nun die Ursache für die Entwicklung im Jahr 2011?

Die Leiterin der Stadtbücherei Susanne Schmidt nennt zwei mögliche Gründe. „Zum 1. Januar 2011 wurden bei uns erstmals Benutzergebühren in Höhe von 12 Euro für Erwachsene eingeführt. Von den meisten Benutzern wurde dies akzeptiert, jedoch von einigen auch kritisiert“, sagte sie auf der kürzlich stattgefundenen Pressekonferenz. Ein weiterer Grund dürfte ihrer Meinung nach sein, dass auf Grund einer Wiederbesetzungssperre einer frei gewordenen Personalstelle, die Öffnungszeiten in der ersten Jahreshälfte 2011 um vier Stunden reduziert werden mussten und es somit geänderte Öffnungszeiten gegeben hat.

Grund zur Sorge? Susanne Schmidt verneint dies und denkt positiv. „Auf Grund von bestehenden Erfahrungen anderer Büchereien bei Einführung von Benutzergebühren ist anzunehmen, dass sich die Benutzer und Ausleihzahlen mit der Zeit wieder stabilisieren werden“, so ihre Prognose.

Aber allein dem Zufall wollen Susanne Schmidt und ihr Team es doch nicht überlassen. Weiterhin wird es die Ausstellungen in der „Treppenhaus-Galerie“ geben, die sich zu einem Besuchermagnet entwickelt haben. Verstärkt wird es Lesungen für Erwachsene geben und insbesondere sollen Kinder und Jugendliche wie zum Beispiel mit der Veranstaltung „Komm mit in die Geisterbibliothek“, die am 23. April stattfindet (wir berichteten), angesprochen werden.

„Wir haben einen Auftrag aktiv in der Leseförderung zu sein und diesen nehmen wir sehr ernst“, sagt Susanne Schmidt. Die Kasse der Stadt konnte sich übrigens freuen. Die Einnahmen aus den Benutzergebühren im Jahr 2011 betrugen immerhin 20.500 Euro.

Letzte Änderung am Samstag, 07 April 2012 17:19
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