Freitag, 01 Februar 2013 16:44

Neujahrsempfang im kTS

Theaterleiter Ulrich Jacobi zieht positive Bilanz, mahnt aber auch zur Besonnenheit und zum Nachdenken

kTSJacobi

kTS Leiter Ulrich Jacobi zeigte sich kämpferisch. Foto: T. Bartel

 

Geesthacht (tba). In seiner Rede auf dem Neujahrsempfang im kTS konnte Ulrich Jacobi imposante Zahlen präsentieren. Gemäß seinem Vortrag wurden im Jahr 2012 für 300.000 Euro Kinokarten verkauft, der Umsatz des gastronomischen Betriebes im Foyer betrug 100.000 Euro und aus dem Theaterkartenverkauf wurde ein Umsatz von ebenfalls 100.000 Euro erzielt. Gesamt gesehen betrugen somit die Einnahmen des Theaters 500.000 Euro, das beste Ergebnis, so Jacobi, seit Gründung des kTS.

Zu diesen erwirtschafteten Mitteln gab es einen Betriebsmittelzuschuss in Höhe von 290.000 Euro aus der Stadtkasse, der nach Aussage des Theaterleiters ausschließlich für die technische und personelle Aufrechterhaltung des Betriebes heran gezogen wurde.

„Von den 290.000 Euro auch noch Rücklagen für größere Ersatzinvestitionen zu bilden ist schlichtweg nicht möglich“, sagt Jacobi, „und nur durch die Einstellung des kompletten Theaterbetriebes könnte dies erreicht werden“, und weiter, „deshalb ist es auch absolut ungerechtfertigt, wenn unterstellt wird, wir würden nicht genügend Eigenleistung erbringen, um den Bedarf an Subventionen zu reduzieren. Wer nicht bereit ist, diese Mittel zur Verfügung zu stellen, muss dann auch erklären, dass die Bereitschaft einen Kulturbetrieb wie das kTS aufrechtzuerhalten nicht wirklich besteht.“

Jacobi und sein Führungsstil stehen schon seit längerem im Focus einiger Politiker und er selber spricht schon von einer Beschädigung seiner persönlichen Reputation. Anlass für seine Äußerungen ist offensichtlich unter anderem die Berichterstattung der regionalen Medien (auch die LOZ hat berichtet), über den Rechtsstreit zwischen einem ehemaligen Mitarbeiter und dem kTS, ob dieser scheinselbständiger oder freier, selbständiger Mitarbeiter im Theaterbetrieb in den letzten Jahren war.

„Viele von Ihnen werden hier gar nicht wissen, worum es eigentlich geht“, so seine Worte an die 60 anwesenden Gäste auf dem Empfang und die Berichterstatter der Presse bekamen gleich ihr Fett weg, denn so Jacobi weiter, „die Berichterstattung trug auch nicht immer Erhellendes zu diesem Thema bei und grundsätzlich gehören meiner Meinung nach Personalien und die damit etwaigen verbunden Probleme eines Kulturbetriebes nicht in die Öffentlichkeit.“

Letzte Änderung am Freitag, 08 Februar 2013 16:16
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