Freitag, 22 März 2013 17:49

Forschungsreaktor in Geesthacht soll abgebaut werden

hfr hzg reaktor 2 kw 12-13

Luftbild der seit 2010 abgeschalteten Forschungsreaktoranlage am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Seit dem 1. Juli 2010 befindet sich der Forschungsreaktor in der Nachbetriebsphase. Foto: hfr/hzg


Geesthacht (LOZ/wre). Der Forschungsreaktor FRG-1 in Geesthacht soll stillgelegt und abgebaut werden. Das hat die Betreibergesellschaft, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, beim Energiewendeministerium in Kiel beantragt. Der Reaktor war bereits vor rund zweieinhalb Jahren nach mehr als 50-jährigem Betrieb endgültig abgeschaltet worden. Mitte 2012 waren die letzten Brennelemente aus dem Reaktor entfernt und abtransportiert worden.

"Der Antrag des Helmholtz-Zentrums ist sehr gut vorbereitet worden", sagte Dr. Wolfgang Cloosters, Leiter der Reaktorsicherheitsabteilung im Energiewendeministerium. Es habe sich offenbar gelohnt, dass das Helmholtz-Zentrum schon im Vorfeld der Antragserarbeitung unter Einbindung einer breiten Öffentlichkeit und Beteiligung auch kritischer Experten ein transparentes Verfahren entwickelt habe.

Besonders zu begrüßen sei auch, dass die Variante des direkten Abbaus – anstelle des "sicheren Einschlusses" - beantragt worden sei. Stilllegung und Abbau würden dadurch zügiger durchzuführen sein. Dennoch werde sich der gesamte Prozess bis weit in das kommende Jahrzehnt erstrecken. "Konsequenter Strahlenschutz ist auch beim Forschungsreaktor oberstes Gebot", so Cloosters abschließend.

Ursprünglich hatte der FRG-1 der Erforschung nuklearer Schiffsantriebe gedient. Unter anderem fuhr das Forschungsschiff Otto Hahn mit einem im FRG-1 entwickelten nuklearen Antrieb. Seit Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Reaktor dann als Neutronenquelle für Materialtests genutzt.

„Sicherheit steht bei allen Abbau-Prozessen an oberster Stelle. Zusätzlich legen wir großen Wert darauf, als internationaler Wissenschaftsstandort, Arbeitgeber und natürlich als Nachbar, die Zukunft unseres Zentrums mit den Menschen der Region zu gestalten“, erläutert HZG-Geschäftsführer Prof. Dr. Wolfgang Kaysser. „Ein transparenter und zukunftsorientierter Dialog muss gemeinsame Lösungen finden“, so Kaysser.

Letzte Änderung am Freitag, 29 März 2013 19:32

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