Mittwoch, 27 März 2013 13:37

Kreispiraten Herzogtum Lauenburg waren am Weltwassertag in Geesthacht

Informationsmaterial und eine Erfrischung namens „Fracking-Quell“ verteilt

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Die Kreispiraten Angelika Beer und Andreas Haller suchten das Gespräch mit den Bürgern. Foto: hfr

 

Geesthacht (LOZ/tba). Anlässlich des Weltwassertages am 22. März waren Mitglieder der Piratenpartei trotz eisiger Kälte in vielen Städten und Gemeinden aktiv und verteilten Infomaterial an interessierte Bürger.

In Geesthacht informierten die Piraten über die geplante Privatisierung der Wasserversorgung und das sog. Fracking. Sie verteilten an ihrem Infostand Landkarten der geplanten Fracking-Gebiete und eine Erfrischung namens "Fracking-Quell". Zudem sammelten die Piraten Unterschriften für eine derzeit laufende Petition an den Landtag von Schleswig-Holstein. In dieser, von einer Bürgerin des Kreis Herzogtum Lauenburg eingereichten Petition, wird die umfassende Offenlegung der 19 Gebiete für die Anträge auf "Aufsuchung" oder "Bewilligung" sowie ein Moratorium, wie in NRW, gefordert.

 

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"Fracking Quell" gab es gratis. Foto: hfr

 

Mit Beschluss eines solchen Moratoriums könnten Genehmigungen bis auf weiteres nur erteilt werden, wenn der Antragsteller sich verbindlich gegen Hydraulic-Frakturing ausspricht. Bis zum 18. April 2013 kann die Petition noch gezeichnet werden.

"Fracking nach dem Vorbild der USA bedeutet nicht nur einen großflächiger Eingriff in die Landschaft und Gefährdung unseres Trinkwassers. Es steht nebenbei im Wiederspruch zur laufenden Energiewende und würde bei einem großflächigen Einsatz diese um Jahrzehnte verzögern." so Karsten Kiehn, Bundestagsdirektkandidat der Piraten im Wahlkreis 10 und Frackingaktivist.

Passend zu dem Weltwassertag wurde im Plenum des Landtags der Antrag "Moratorium für Fracking in Schleswig-Holstein" der Piratenfraktion beraten. Angelika Beer, Umweltpolitische Sprecherin der Fraktion dazu: „Wenn wir die Verunsicherung und Angst in der Bevölkerung wirklich beiseite räumen, wenn wir das Versprechen, dass es in Schleswig-Holstein kein Fracking geben wird, wirklich rechtssicher einlösen wollen, dann brauchen wir ein Moratorium.“ Das Moratorium wurde allerdings mit den Stimmen aller anderen Parteien abgelehnt.

Die PIRATEN sprechen sich in ihrem Wahlprogramm für die Rekommunalisierung  der Wasserversorgung sowie für die Abschaffung des Anschlusszwanges vor allem in den ländlichen Gebieten aus. In ihrem Grundsatzprogramm befürwortet die Piratenpartei eine intakte Umwelt als Grundrecht, also auch den Schutz der Umwelt vor Fracking.

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 April 2013 11:03
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