Mittwoch, 24 April 2013 12:17

Stadtwerke Geesthacht springen ein

Über 60 Kunden von FlexStrom-Pleite betroffen

Steckdose R. B. pixelio.de

Das Licht geht nicht aus. Foto: R. B. / pixelio.de

 

Geesthacht (LOZ). Nach der letztjährigen Insolvenz des Energieversorgers TelDafax hat der Netzbetrieb der Stadtwerke Geesthacht GmbH jetzt auch den Strom- und Erdgasanbietern der FlexStrom-Gruppe (FlexStrom AG, Löwenzahn Energie GmbH und OptimalGrün GmbH)die Lieferantenrahmenverträge Strom und Gas kündigen müssen. Die Kunden werden nun von den Stadtwerken Geesthacht als örtlichen Grund- und Ersatzversorger weiter versorgt.

Hintergrund des Entzugs des Strom- und Gasnetzzuganges sind die Kündigungen der Verträge des überregionalen Netzbetreibers Tennet TSO mit der FlexStrom-Gruppe im Strombereich und der Marktgebietsverantwortliche Gaspool Balancing Service im Gasbereich. Diese sind Vertragsvoraussetzungen für den Lieferantenvertrag mit der Stadtwerke Geesthacht GmbH und liegen nun nicht mehr vor.

Dementsprechend hat die Stadtwerke Geesthacht GmbH den Lieferantenvertrag mit der FlexStrom AG, Optimal Grün GmbH und Löwenzahnenergie GmbH fristlos gekündigt und den Netzzugang entzogen. Ab dem 19. April (Strom) und dem 24. April (Gas) gilt nun für alle betroffenen Kunden die sogenannte Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger, der Stadtwerke Geesthacht.

„Bei keinem der circa 60 betroffenen FlexStrom-Kunden und deren Töchter geht das Licht aus. Wir stellen sicher, dass die Kunden weiterhin zuverlässig mit Strom und Gas von uns versorgt werden“, erläutert Markus Prang, Geschäftsführer der Stadtwerke Geesthacht und hält noch den Tipp parat, unbedingt den Strom- und Gaszähler abzulesen.

Die betroffenen Kunden werden in den kommenden Tagen schriftlich informiert, dass FlexStrom der Netzzugang entzogen wurde und die Stadtwerke Geesthacht nun als Grund- und Ersatzversorger auftreten. Ab dem Schreiben hat der Kunde drei Monate Zeit, einen Lieferanten- bzw. Tarifwechsel vorzunehmen. Als zukünftigen Lieferanten können die betroffenen Kunden auch Strom- und Gas-Sonderprodukte der Stadtwerke Geesthacht wählen. Diese sind kostengünstiger als die Tarife in der Grund- und Ersatzversorgung.

Neben der Verbraucherzentrale raten auch die Stadtwerke: „Für die Suche nach einem neuen Anbieter kann man aus der TelDaFax- und FlexStrom-Krise lernen: Der Preis allein ist nicht immer ausschlaggebend“, so Markus Prang weiter „und die Anbieter, die bei den Vergleichsportalen im Internet stets vorn liegen, bieten vor allem Tarife mit Vorkasse und Kaution an. Der Kunde zahlt also nicht wie üblich monatliche Abschläge und bekommt am Jahresende eine Abrechnung. Stattdessen zahlt er im Voraus für ein ganzes Jahr oder muss eine Kaution hinterlegen. Somit geht er ein Risiko ein und nicht immer erhält er im Fall einer Pleite dann sein Geld zurück.“

Bei Fragen zu Produkten können sich Kunden an das Kundenzentrum der Stadtwerke Geesthacht in der Schillerstraße wenden oder sich unter der Telefonnummer 04152- 92 93 01 beraten lassen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 02 Mai 2013 16:05
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.