Sonntag, 12 Mai 2013 18:21

Landesgrüne besuchen Mehrgenerationenhaus

Diskussion über Kitas als Familienzentren

 

 

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Eka von Kalben überreichte an Thomas Vagedes als Gastgeschenk ein Insektenhotel. Foto: hfr

 

Geesthacht (LOZ/wre). Nach dem Wegfall von Wehrpflicht und Zivildienst ist eine Diskussion über neue Formen gesellschaftlichen Engagements und ehrenamtlicher Hilfe für bedürftige Menschen entstanden. Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen entwickelt aktuell Pläne zur Gestaltung von Rahmenbedingungen bei der Verbesserung niedrigschwelliger Unterstützung sozial Bedürftiger. Allerdings wollen die Grünen nicht mehr den Begriff Ehrenamt verwenden. Im Vordergrund stehe zwar die Freiwilligkeit, aber der Nutzen für die Gesellschaft müsse sich in klaren Bedingungen für die Tätigkeit und eine damit korrespondierende Anerkennung widerspiegeln, so eine Verlautbarung der Grünen.

In ihrer Reihe von Gesprächen mit Fachpersonen vor Ort besuchten Eka von Kalben und Dr. Marret Bohn, Fraktionsvorsitzende und parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen Landtagsfraktion, Thomas Vagedes, Leiter des Oberstadt-Treffs und Mehrgenerationenhauses in Geesthacht. Im Mittelpunkt der Gespräche ging es um Beratungsangebote für Eltern. Den Grünen schweben dazu Familienzentren vor, wobei es offen ist, wie und wo diese gestaltet werden können. Dazu sagt Marret Bohn, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion: „Familien brauchen Angebote und Unterstützung dort wo sie leben. Der bisherige Weg mit zentralen Stätten wie zum Beispiel Schuldnerberatung und Jobcenter reicht nicht mehr aus. Die Angebote sollten auf die Eltern zukommen. Dazu wären als Ort die Kita oder auch Mehrgenerationenhäuser geeignet.“ Thomas Vagedes stellte dar, dass Mehrgenerationenhäuser viele Vorteile hätten. Sie seien vernetzt, Angebote seien schon da und es bestünden Arbeitsgruppen zu nachgefragten Problemfeldern.

In dem unter Beisein des Bundestagsabgeordneten Dr. Konstantin von Notz und den Grünen Spitzenkandidaten zur Kreistagswahl Annedore Granz und Klaus Tormählen geführten Gespräch wurde aber auch klar, dass es pro Kreis in der Regel nur ein Mehrgenerationenhaus gebe, während Kitas nicht nur überall vertreten, sondern auch das Zentrum bei der Erörterung familiärer Probleme seien. Allerdings sei eine Verbesserung der personellen und räumlichen Ausstattung notwendig. Viele Kitas seien derzeit in dieser Hinsicht völlig überlastet. Eka von Kalben überreichte an Thomas Vagedes ein Insektenhotel: „Als Symbol für den Wert des freiwilligen Engagements haben wir als Gastgeschenk diese soziale Zentrum aus dem Tierbereich mitgebracht.“

Letzte Änderung am Montag, 20 Mai 2013 19:01
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