Freitag, 13 September 2013 13:09

„Das beste Mittel gegen hohe Mieten ist sozialer Wohnungsbau“

Informationsveranstaltung mit Innenminister Breitner (SPD)

 

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Innnenminister Breitner (li) mit Olaf Schulze (beide SPD). Foto: hfr

 

Geesthacht (LOZ/tba). Der Geesthachter SPD-Vorsitzende Olaf Schulze konnte kürzlich den Kieler Innenminister Andreas Breitner (SPD) als Gast für eine Diskussionsveranstaltung zur Wohnungspolitik im Oberstadttreff begrüßen. „Bezahlbare Wohnungen sind auch in Geesthacht ein wichtiges Thema. Mit der Gründung der Geesthachter Wohnraumentwicklungsgesellschaft (WoGee) haben wir in unserer Stadt einen ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan, weitere müssen folgen“, sagte Schulze.

Minister Breitner nahm diesen Hinweis gerne auf. Nach seinen Worten unterstreicht eine aktuelle Studie der Landesregierung zur Wohnungs- und Mietsituation, dass es Landesteile gibt, wie z.B. das Hamburger Umland, in denen fast schon Hamburger Verhältnisse herrschen. „Für Wedel wurde ein Spitzenwert von 17 Euro pro m² ermittelt, aber auch andere Städte im Hamburger Umland wie Reinbek, Ahrensburg oder Glinde haben ein sehr hohes Mietpreisniveau. Alleinerziehende, Familien mit Kindern und ältere Mitbürger benötigen aber dringend günstigere Wohnungen. Wohnen ist ein Grundrecht und wenn mehr als 40 Prozent des Einkommens für Wohnen bezahlt werden muss, ist das zu viel. Das beste Mittel gegen hohe Mieten ist sozialer Wohnungsbau. Die Landesregierung hat deshalb ihre Förderungen für den sozialen Wohnungen der veränderten Situation angepasst und das Volumen deutlich ausgeweitet.“

Als wichtigen kommunalen Beitrag nannte Minister Breitner die Bereitstellung geeigneter Grundstücke für den Mietwohnungsbau und die planerische Ausweisung von Wohnungsbauflächen für den Geschosswohnungsbau. „Da kann das Land nicht aktiv werden. Wir können weder Planrecht schaffen noch können wir Grundstücke verkaufen. Hier sind die Städte gefordert. In Norderstedt hat die Stadtvertretung z.B. beschlossen, dass zukünftig in den B-Plänen mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen geschaffen werden müssen. Das ist ein guter Ansatz für mehr sozialen und damit bezahlbaren Wohnungsbau.“ Vertreter des Geesthachter Seniorenbeirats forderten auf der Veranstaltung den Bau von mehr altersgerechten und barrierefreien Wohnungen. Aus ihrer Sicht agiere die die Stadt hier nicht aktiv genug. „Da wünschen wir uns mehr Engagement bei der Suche von Investoren und geeigneten Grundstücken“, forderten mehrere Gesprächsteilnehmer. Olaf Schulze und Stephan Miß (Vize-SPD-Fraktionsvorsitzender) versprachen, dass die SPD sich dieser Themen weiter annehmen werde.

Letzte Änderung am Freitag, 20 September 2013 19:08
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