Sonntag, 06 Oktober 2013 12:17

CDU-Geesthacht: „Ministerpräsident Albig (SPD) lenkt ab“

 

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Der Geesthachter CDU-Ortsvorsitzende Sven Minge wirft Ministerpräsident Torsten Albig vor, er wolle mit Ablenkungsmanövern von eigenen Problemen ablenken. Foto: hfr

 

Geesthacht/Kiel (LOZ/wre). Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat öffentlich eine Aussperrung der CSU bei einer großen Koalition auf Bundesebene befürwortet. Aus Sicht der CDU ist dieses eine gezielte Kampagne um die massiven Probleme der Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein nun aus der Öffentlichkeit auszublenden.

Der CDU-Vorsitzende Sven Minge (38) aus der Elbestadt Geesthacht sieht hier ein klares Ablenkungsmanöver: Die Debatte um die Kieler Oberbürgermeisterin Dr. Susanne Gaschke (SPD) zu einem unrechtmäßigen Steuererlass für einen Augenarzt, die folgende Auseinandersetzung zwischen Gaschke, Albig und SPD sollen nun aus den Medien verschwinden.

Minge ist Ortsvorsitzender und Ratsherr im Kreis Herzogtum Lauenburg, war zudem einer der Kläger zum Sonderstatus des SSW. Eine knappe Mehrheit des Verfassungsgerichts bestätigte kürzlich den Sonderstatus. Weiter ist Minge Ausschussmitglied im Städteverband und ehrenamtlicher Richter am Landessozial- und Oberverwaltungsgericht, sowie regionaler Energieausschussvorsitzender und über die Parteigrenzen anerkannter Sozialpolitiker.

„Dieses Spiel wird nicht funktionieren“, meint Minge. Zumal es sich bei CDU und CSU um Schwesterparteien handelt. „In der SPD ist der Familiensinn sicherlich ein anderer, aber dieser kann nicht auf andere Parteien projiziert werden.“

Im Land Schleswig-Holstein sei für viele Menschen erkennbar, dass die Probleme wachsen.

Ministerpräsident Albig verliere sich leider derzeit in der Bundespolitik.

„Die massiven Verkehrsprobleme in unserem Heimatland haben offenkundig nicht den notwendigen Stellenwert. Der Nord-Ostsee-Kanal, die Rader-Hochbrücke oder die zahlreichen Schlaglöcher im Land, sollten eigentlich Chefsache sein“, meint Minge. „Leider stehen zahlreiche Bürger, Gäste und Gewerbetreibende hier im Stau.“

„Stattdessen erreichen uns aus Kiel für die engagierten Kreise und Städte erste Vorschläge für eine Kürzung der finanziellen Mittel. Eine so genannte Neuverteilung von Herrn Albig.“ Minge sieht in diesem Zusammenhang die Gefahr, dass es zwischen Land, Kreise und Kommunen eine Zerreisprobe geben wird. Dabei werden auch zahlreiche Klagen geführt, auch wenn der Ministerpräsident aktuell immer wieder zur Mäßigung aufruft.

Minge ermahnt den ehemaligen SPD-Sprecher von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Ministerpräsident Torsten Albig zu mehr Heimatnähe, sich die Probleme der Menschen nun endlich anzunehmen und nicht auf zukünftige und mögliche Posten in der Bundesregierung aus Schwarz-Rot zu schielen. „Als Landesvater schickt es nicht, da können nicht nur die Schleswig-Holsteiner nachtragend sein“ meint Minge abschließend.

Letzte Änderung am Montag, 14 Oktober 2013 17:06
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