Dienstag, 22 Oktober 2013 19:25

Baggerarbeiten im Stadtwald sollen typische Moorpflanzen retten

 

wre kuhtraenke geesthacht

Baggerarbeiten sollen ab Mittwoch wieder die typische Moorlandschaft in der „Kuhtränke“ herstellen. Foto: W. Reichenbächer

 

Geesthacht (LOZ/wre). Die Kuhtränke liegt in einem kleinen Geesthangtal im Stadtwald. Hier finden sich letzte Reste der Heidevegetation, die vor der Geesthangaufforstung die gesamten Heidberge bedeckte. Das Besondere der Kuhtränke ist jedoch, dass Hangquellen ein kleines Moor hervorgebracht haben mit Torfmoosen, Wollgras und zahlreichen weiteren zum Teil sehr seltenen Pflanzen. Amphibien, Libellen, Waldeidechsen und Heuschrecken kommen in diesem eng begrenzten Tal mit großer Vielfalt vor. Um diese Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu erhalten, sind fortlaufend intensive Pflegemaßnahmen erforderlich, ansonsten würde der angrenzende Wald das offene Tal in kurzer Zeit erobern.

In diesem Jahr wird eine kleine Mulde, die weitgehend verlandet ist, ausgebaggert, damit sie sich wieder mit Wasser füllen und von typischen Moorpflanzen besiedelt werden kann. Zusätzlich sollen aufkommende Gehölze in den seitlichen Heideflächen und der sich ausbreitende Adlerfarn zurück gedrängt werden. Die aktuellen Pflegearbeiten wurde von Friedhelm Ringe initiiert und geplant. Die Umsetzung erfolgt zusammen mit dem Fachdienst Umwelt der Stadt und wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Schon seit Jahren führen Ringe und der Nabu Pflegemaßnahmen ehrenamtlich in der Kuhtränke durch.

Seitens der Stadt wurden Ende 2009 große Teilbereiche der Hänge geplaggt, um die Entwicklung und Verjüngung der Heide zu fördern. Im letzten Jahr wurde dichter Gehölzaufwuchs aus der Rinne entfernt. Regelmäßig ist die Beschäftigungsförderungsgesellschaft im Einsatz, um aufkommende Gehölze aus den Heideflächen zu entfernen. Generationen von Zivildienstleistenden haben den konkurrenzstarken Adlerfarn gerupft, um seltenen Farnarten ihren Lebensraum zu erhalten.

„Sehr viel Aufwand für eine sehr kleine Fläche, deren Artenvielfalt und besonders in den Herbstmonaten herausragende Landschaftsbild jedoch die Mühe rechtfertigt“, so Geesthachts Sprecher Torben heuer.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Oktober 2013 19:15

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