Freitag, 27 April 2012 13:41

Mädchen- und Jungen- „Zukunftstag“ fand in Geesthacht statt

Jugendliche S. Hofschlaeger pixelio.de

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Geesthacht (LOZ/tba). 20 junge Menschen strömten am 26. April ins Rathaus und in die Außenstellen der Stadt Geesthacht. Insgesamt 14 Mädchen und sechs Jungen im Alter von 11 bis 15 Jahren nutzten die Chance in das jeweils andere Arbeitsfeld herein zu schnuppern.

Mädchen und Frauen wählen heute immer noch circa. zehn Berufe, die überwiegend im Bereich Service, Erziehung, Pflege, Dienstleistungsbereich. Dafür fehlen sie in  MINT-Berufen (Berufsfelder: Mathematik, Information, Naturwissenschaften, Technik). Jungen und Männer dagegen finden wir immer noch selten in den noch immer "typischen" Frauenberufen, in Kindertagesstätten, Grundschulen, Pflege...  Diesem Trend soll mit den Zukunftstagen entgegenwirkt werden, so Jutta Scharnberg-Sarbach, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Geesthacht.

Mädchen und Jungen, Frauen und Männer sollen möglichst in allen gesellschaftlichen Bereichen, in der Familien- und in der Erwerbsarbeit gleichermaßen vertreten sein. Mädchen haben gute Schulabschlüsse, gute Berufsausbildungen, studieren, gehen aber ganz selbstverständlich in Elternzeit und nehmen Rückschritte in ihrer beruflichen Laufbahn hin. Meist arbeiten Frauen danach in Teilzeit oder und geringfügiger Basis, erhalten im Alter eine im Vergleich zum arbeitenden Mann geringe Rente.

Männer sollen sich genauso verantwortlich fühlen für Haus- und Familienarbeit, häufiger als jetzt bzw. genauso häufig wie Frauen in Elternzeit gehen und Sorgearbeit für Kinder oder zu pflegende Angehörige oder Partnerinnen leisten.

Wichtig ist, dass sich die tradierten Rollen aufweichen und so zu einer besseren Gleichstellung beitragen.

Nach einer Begrüßungsrunde durch die Gleichstellungsbeauftragte ging es in die verschieden Arbeitsfelder. Heute waren die Fachdienste Bauaufsicht, Stadtplanung, Feuerwehr und Umwelt sowie ein Tag beim Bürgermeister, der Ersten Stadträtin und dem Bürgervorsteher fest in Mädchenhand. Der Baubetriebshof bot für Mädchen Plätze beim Abwasserbetrieb, in der Tischlerei, Gärtnerei und bei Tiefbauarbeiten an.

Jungen lernten den Kindertagesstättenalltag und den Beruf eines Erziehers kennen und stellten fest, das ist nicht einfach nur "Spielen",  sondern richtige Arbeit. In der Stadtbücherei wurden die Leserinnen und Leser heute von einem Jungen am Ausleihtresen bedient, der den einzigen männlichen Beschäftigten im Frauenteam der Bücherei unterstützte.

Und im Fachdienst Stadtplanung arbeiteten zwei Girls an der Planung der Hafencity mit sehr guten Ergebnissen. Vielleicht finden sie Einfluss auf die weitere Planung. Die Mädchen präsentierten selbstbewusst ihre Ergebnisse.

Alle teilnehmenden Mädchen und Jungen waren mit großem Interesse dabei, lernten viel Neues kennen. Die unterstützenden Beschäftigten der Stadt Geesthacht waren wie in den letzten Jahren sehr engagiert, um den Teilnehmenden einen guten Einblick in "ihr" Berufsfeld zu geben.

Letzte Änderung am Freitag, 04 Mai 2012 20:07
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