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Freitag, 06 Dezember 2013 16:31

Kernkraftwerk Krümmel: Widerstandsthermometer nicht funktionsfähig

 

wre akw kruemmel2 kw 49-13

Foto: W. Reichenbächer

 

Geesthacht/Kiel (LOZ). Im Kernkraftwerk Krümmel sind bei Probeläufen Widerstandsthermometer (Platin-Messwiderstände) an einem von sechs Notstromdieseln ausgefallen. Die Bauteile kontrollieren die Kühlwassertemperatur der Diesel.

Da die ausgefallenen Widerstandsthermometer gleichen Typs sind und der Ausfall wiederholt aufgetreten ist, muss von einem systematischen und damit meldewürdigen Fehler ausgegangen werden. Die Ursachenklärung ist noch nicht abgeschlossen. Die Atomaufsicht hat eine Übertragbarkeitsprüfung auf die weiteren in der Anlage befindlichen Notstromdiesel veranlasst und technische Sachverständige hinzugezogen.
Die Vattenfall-Betreibergesellschaft hat das Vorkommnis der Reaktorsicherheitsbehörde als Meldepflichtiges Ereignis der Stufe "N" angezeigt.

Hintergrund:
Das Kernkraftwerk Krümmel hat mit der Atomgesetzänderung von 2011 die Erlaubnis zum Leistungsbetrieb verloren und muss stillgelegt werden. Im Kernkraftwerk befinden sich jedoch noch bestrahlte Brennelemente aus dem früheren Reaktorbetrieb, die ständig gekühlt werden müssen. Daher muss auch weiterhin die Funktionsfähigkeit der Notstromdiesel gewährleistet sein. Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Letzte Änderung am Freitag, 13 Dezember 2013 16:39