Freitag, 06 Dezember 2013 18:34

Grüne wollen Geesthachter Seniorenheim in private Hände geben

 

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Foto: frager / pixelio.de

 

Geesthacht (LOZ). Die Fraktion die GRÜNEN in Geesthacht wollen das Transaktionsverfahren beim Seniorenheim Katzenberg weiter unterstützen, um für das Seniorenheim die beste Lösung für die Zukunft zu finden. Beim Transaktionsverfahren soll das Haus, das bisher noch in städtischer Hand liegt, an einen neuen Investor übergeben werden.

„Die Gründe unserer Entscheidungen für das Transaktionsverfahren waren nie der Marktradikalismus oder dass es nicht Aufgabe der Stadt wäre ein Heim in der Form zu betreiben, wie den Kommentaren der CDU zu entnehmen war. Im Gegensatz zur CDU sehen wir das Haus auch nicht als Konkurrenz für private Häuser, sondern als Bereicherung für unsere Stadt. Kein Heim kann Preise und Pflege selber festlegen. Pflege-, Verpflegungs- und Investitionskosten werden verhandelt, nicht willkürlich festgelegt. Die Pflege und Bezahlung der Pflege ist ebenfalls durch die Pflegestufe vorgegeben“, so der Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan.

„Das Transaktionsverfahren ist für uns die Möglichkeit endlich Fakten zu haben, wie mit dem Heim zukünftig zu verfahren ist. Die Jahrelange Orientierungslosigkeit der Verwaltung und der Politik muss endlich ein Ende haben, damit die Mitarbeiterinnen und die Bewohnerinnen des Hauses eine Perspektive haben.

Die Stadt hat die letzten 30 Jahre keine Anstrengungen unternommen, um das Heim zukunftsfähig zu gestalten. Ganz im Gegenteil: Wir schieben einen Sanierungsstau von mehreren Millionen vor uns her. Die Defizite werden in den nächsten Jahren laut dem Finanzplan einen höheren 6 stelligen Betrag erreichen. Die Verantwortung dafür tragen in erster Linie neben der Verwaltung die CDU und die SPD, die den Sanierungs- und Investitionsstau bisher ignoriert haben und teilweise immer noch nicht realisiert haben.

Die von der CDU angesprochene Schieflage sehen wir nicht. Sollte die Stadt Geesthacht am Ende des angestrebten Verfahrens selbst bauen müssen, dürfen diese Investitionen mit Sicherheit auf die Heimbewohner umgelegt werden, so wie es bei jeder Renovierung oder Sanierung geschieht. Die monatlichen Investitionskosten werden steigen, ohne dass andere Kosten gesenkt werden können. Wir wissen, dass Pflege, Betreuung, Verpflegung und Beschäftigung im Hause vorbildlich sind. Mit einem überschaubaren jährlichen Defizit würden wir leben können. Nicht mehr zu verantworten sind für uns die derart angewachsenen Sanierungskosten, dass ein Neubau erforderlich wird. Für uns benötigt ein derartiges Haus neben der Leitung der Pflege und Betreuung ein Management, dass verantwortlich dafür ist, dass Mittel wirtschaftlich eingesetzt werden, Entwicklung und Bedarf vor Ort im Auge behalten wird, konzeptionelle Änderungen, Renovierungen und Sanierungen zeitnah geschehen. Dafür halten wir – und das bestätigt ja die Entwicklung in der Vergangenheit – die Verwaltung und die Selbstverwaltung mit ihren Strukturen für nicht geeignet“, schließt Demirhan ab.

Letzte Änderung am Freitag, 13 Dezember 2013 20:13
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