Freitag, 27 Dezember 2013 13:51

Ab 2014 gelten höhere Versicherungspflichtgrenzen

AOK-Hinweis für Arbeitnehmer

 

Geesthacht (LOZ). Für alle höher verdienenden Arbeitnehmer tritt ab 1. Januar 2014 eine wichtige Änderung ein: Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAE-Grenze) genannt, erhöht sich bundeseinheitlich auf 53.550 Euro „Diese Regelung bedeutet für alle Arbeitnehmer, die in 2013 wegen Überschreitens der bisherigen Versicherungspflichtgrenze von 52.200 Euro krankenversicherungsfrei waren, dass jetzt Krankenversicherungspflicht eintritt, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die neue Grenze von 53.550 Euro nicht übersteigt“, erklärt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Neben der allgemeinen gibt es auch eine besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze. Sie beträgt im nächsten Jahr 48.600 Euro. Diese Besonderheit gilt für Arbeitnehmer, die am Stichtag 31. Dezember 2002 krankenversicherungsfrei und privat krankenvollversichert waren, weil ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die zu diesem Zeitpunkt geltende JAE-Grenze überschritten hatte. Auch hier gilt: Krankenversicherungspflicht tritt ein, wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt diese besondere JAE-Grenze nicht überschreitet. Die bisher privat krankenversicherten Arbeitnehmer haben bei ihrem privaten Krankenversicherungsunternehmen ein besonderes Kündigungsrecht.

„Wichtig ist aber auch, dass Arbeitnehmer, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, grundsätzlich nicht krankenversicherungspflichtig werden, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt die allgemeine bzw. die besondere JAE-Grenze nicht mehr überschreitet“, so Bojens. So ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ab diesem Alter nahezu ausgeschlossen.

Letzte Änderung am Freitag, 03 Januar 2014 13:19
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