Montag, 03 Februar 2014 08:56

CDU: Beim kTS darf es keine halbherzige Lösung geben

 

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Theater-Intendant Ulrich Jacobi wirft den Brocken hin. Er hat Bürgermeister Dr. Volker Manow um Auflösung des Arbeitsvertrages gebeten. Archivfoto: W. Reichenbächer

 

Geesthacht (LOZ). „Es darf nach dem Ausscheiden des bisherigen Geschäftsführers Ulrich Jacobi für das kleine Theater Schillerstraße (kTS) keine halbherzige Übergangslösung geben“, fordert CDU-Fraktionsvorsitzender Karsten Steffen. Jacobi und das Theater gerieten in Kritik, weil hohe ungeklärte Nachforderungen und Defizite den Stadthaushalt belasten. Eine inzwischen vom Gericht bestätigte Scheinselbständigkeit eines früheren Mitarbeiters hat das Fass für viele politischen Vertreter, aber auch Bürger, zum Überlaufen gebracht.

„Die CDU bedauert den Wunsch von Herrn Jacobi nach einer Vertragsauflösung außerordentlich“, betonte Steffen, „allerdings haben wir auch Verständnis für seinen Wunsch, da sowohl wiederholt Interna aus den Sitzungen der Gesellschafterversammlung mit bewussten Verdrehungen der Tatsachen als auch andere Halbwahrheiten in die Öffentlichkeit getragen wurden.“

Steffen kritisierte die massiven zum Teil persönlichen Vorwürfe und Anfeindungen von einzelnen Mitgliedern der Gesellschafterversammlung. „Diese waren oftmals deutlich unter der Gürtellinie und weit außerhalb des Vertretbaren. Außerdem fehlte nach Auffassung der CDU auch die notwendige öffentliche Rückendeckung durch den alleinigen Gesellschafter Stadt Geesthacht. Und das öffentliche Bedauern des Fraktionsvorsitzenden Ali Demirhan kann man nur als verlogen bezeichnen. Die Grünen und auch führende Vertreter der SPD haben keine Gelegenheit ausgelassen, um Ulrich Jacobi zu beschädigen.“

„Ulrich Jacobi hat einen verdammt guten Job gemacht“, würdigte Steffen die Arbeit Jacobis. „Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass Geesthacht ein sehr gutes kulturelles Angebot hat und so auch viele Menschen aus dem Umland in unsere Stadt gelockt.“

Steffen warf aber auch bereits einen Blick nach vorne. „Ulrich Jacobi wird nur sehr schwer gleichwertig zu ersetzen sein. Abgelehnt wird von uns eine in der Verwaltung angedachte Interimsgeschäftsführung durch einen städtischen Mitarbeiter. Damit wäre das Ende des kTS vorgezeichnet und SPD und Grüne hätten ihr Ziel erreicht. Die komplexe Aufgabe, einen Kinobetrieb mit der unverzichtbaren Aquise von aktuellen Filmen zu führen und der Organisation von Theaterveranstaltungen erfordert einen Profi, der möglichst auch entsprechend mit Filmverleihern und der Theaterszene vernetzt ist. Deshalb muss die Suche nach einem geeigneten Nachfolger unverzüglich beginnen. Hierzu ist gegebenenfalls auch externer Sachverstand in Anspruch zu nehmen. Dabei ist zu prüfen, ob zumindest übergangsweise hinsichtlich des Kinobetriebes auch eine Kooperation mit einem anderen Kinobetrieb möglich ist. Die CDU-Vertreter in der Gesellschafterversammlung werden hierzu am kommenden Mittwoch einen entsprechenden Antrag stellen“, sagte Steffen abschließend.

Letzte Änderung am Montag, 03 Februar 2014 08:58
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