Sonntag, 04 März 2012 17:17

Batterietechnik für die Energiewende – Betrieb beginnt Ende März

hfr BesuchRepenning geesthacht kw 9-12

Die Besuchergruppe mit unter anderem Robert Habeck (2. v.l.), Gerd Boll ( Ausschuss Energie Geestahcht, 3. v.l.), Uta Röpcke (Sprecherin des Kreisverbandes, 4. v.l.), Martin Merlitz (Sprecher Ortsverband Lauenburg, 5. v.l.), Dr. Detlef Repenning (6. v.l.), Annedore Granz (Direktkandidatin Lauenburg-Süd, 8. v.l.), Bettina Boll (10. v.l.) und Ali Demirhan (Fraktion Stadt Geesthacht, 12. vl) zeigte sich begeistert über die Möglichkeiten der Akkutechnik. Foto: hfr


Geesthacht (LOZ/wre). Mit einer kleinen Delegation, angeführt vom Spitzenkandidaten zur Landtagswahl Robert Habeck, besuchte der Kreisverband Herzogtum Lauenburg von Bündnis 90/Die Grünen die fast fertiggestellte Akku-Fabrik in Geesthacht an der Mercatorstraße. Die Grünen interessierten sich insbesondere für die Frage, wie Wind- und Sonnenstrom aus Überhangkapazitäten gespeichert werden kann, um im Bedarfsfall an die Verbraucher abgegeben zu werden. Dazu sollen in der Akku-Fabrik, die noch keinen Namen hat, Speicherblöcke entwickelt werden, die ganze Häuser versorgen können. In dem Gespräch mit dem Initiator und Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Repenning erfuhren die Grünen, dass schon Ende März der Betrieb mit der Herstellung der ersten Akku-Zellen beginnen soll. „Zusammengeschaltet sind die Akku-Blöcke ein großer, dezentraler Speicher für Erneuerbare Energie“, erläuterte Repenning. Stromspeicher würden die Netze entlasten und weniger Netzausbau erfordern. Bei der Umsetzung komme der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken eine große Bedeutung zu.

Robert Habeck war angetan: „Wir können es schaffen, durch Erneuerbare Energien den Atomstrom endgültig zu ersetzen. Aber wir brauchen neue Techniken und ein anderes Nutzerverhalten, um die schwankende Produktion von Wind- oder Solarstrom grundlastfähig zu machen. Was Repenning hier vorhat, ist höchst zukunftsträchtig.“ Neben der Energiefrage interessierte die Grünen auch, was die Investoren an den Standort Geesthacht gezogen hat. Repenning: „Es war die gute landschaftliche Lage, die Nähe zu Hamburg, also ein attraktives Lebensumfeld.“ Das sei wichtig, um qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen und zu halten. Angestrebt werden langfristig 400 Beschäftigte. Habeck: „Moderne Industriestandortpolitik definiert sich zunehmend über die so genannten weichen Faktoren, wie zum Beispiel die gute Anbindung zum Wirtschafts- und Kulturzentrum Hamburg.“ Auf der Wunschliste der Grünen wie auch von Repenning steht dementsprechend ein Bahnanschluss für Geesthacht an die Metropole.

Letzte Änderung am Sonntag, 11 März 2012 12:13
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