Mittwoch, 25 Juli 2012 14:06

Mauer an der Kirche St. Salvatoris droht einzustürzen

Es besteht dringender Handlungsbedarf

Kirchenmauer

Vorsicht - Einsturzgefahr, die Kirchenmauer muss dringend saniert werden. Foto: T. Bartel


Geesthacht (tba). Es wird sicherlich wieder Diskussionen geben, aber wohl keine Proteste, denn hier besteht Gefahr im Verzuge. Die Kirchenmauer an der Elbstraße droht umzustürzen und gefährdet nicht nur die Arbeiter, die hier an der Sanierung der Straße arbeiten, sondern auch Fußgänger, die den Gehweg benutzen.

Vor kurzem begannen die ersten Arbeiten zur Sanierung der Elbstraße. Im Zuge dieser Maßnahme soll auch der Fußweg entlang des Kirchengrundstücks saniert oder neu angelegt werden (wir berichteten).

Bereits im Februar wurde begonnen das dichte Gehölz entlang des Kirchengrundstücks zu entfernen. Der marode Zustand der Mauer wurde allerdings erst jetzt bemerkt und das Institut für Bauphysik und Bauchemie diagnostizierte eine akute Einsturzgefahr.

In Absprache mit der Denkmalpflege des Kreises wurde nun vereinbart, die Mauer abzutragen, die Steine einzulagern und die Mauer nach Abschluss sämtlicher Sanierungsarbeiten wieder aufzubauen. Kostenpunkt: geschätzte 18.000 Euro.

Die Stadt wird nicht darum herum kommen, diesen Betrag aus der Haushaltskasse zu zahlen. Auch wenn immer von der „Kirchenmauer“ gesprochen wird, hat die Kirche mit dieser überhaupt nichts zu tun. Diese befindet sich nämlich nach durchgeführter Vermessung eindeutig auf städtischem Grund und die Stadt sieht sich in der Pflicht, hier tätig zu werden, allerdings die Mauer auch zu erhalten, denn sie steht unter Denkmalschutz.

Kritiker der Sanierungsmaßnahme werden sich allerdings fragen, warum der schlechte Zustand der Mauer erst jetzt entdeckt wurde. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Mauer durch die Maßnahme nicht berührt wird“, sagte Hans Rzondkowski von Ingenieurbüro Masuch + Olbrisch auf einem Ortstermin,  „und der kritische Zustand der Mauer ist erst deutlich geworden, als der Bewuchs des Walls und der Mauer komplett entfernt worden war.“

Die Mauer ist heute in einem so schlechten Zustand, dass wohl auch ohne die Sanierung der Elbstraße neu aufgebaut hätte werden müssen, nur dass dies keiner wusste. „Unser Ziel ist die Wiederherstellung der Mauer in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, diesmal aber mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen“, erläutert Peter Junge, Leiter des Fachbereiches Umwelt und Bauen, „und so soll die historische Substanz langfristig gesichert werden.“

18.000 Euro sind nicht gerade ein "Pappenstiel“, denkt man an die angespannte finanzielle Lage der Stadt. An den Instandsetzungskosten wird sich die Kirche wohl eher nicht beteiligen und so bleibt es am Geesthachter Haushalt hängen. Aber im Rathaus zeigt man sich zuversichtlich, denn man wolle einen Antrag auf Förderung beim Innenministerium stellen. Somit bleibt unabhängig von den fortschreitenden Baumaßnahmen abzuwarten, wie Kiel hier entscheiden wird.

Letzte Änderung am Donnerstag, 02 August 2012 12:41

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