Wenn das Herz aus der Reihe tanzt

Herzrhythmusstörungen können mit Magnesiummangel in Zusammenhang stehen

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Wer seinem Herzen etwas Gutes tun möchte, achtet auf eine magnesiumreiche Ernährung mit Gemüse, Obst und Nüssen. Foto: djd/panthermedia.net


(djd/pt). Etwa 80 Mal in der Minute, rund 100.000 Mal am Tag: Wie ein Uhrwerk schlägt das menschliche Herz in regelmäßigem Takt und versorgt alle Organe mit Sauerstoff. Wie wichtig der gleichmäßige Rhythmus des Lebensmuskels ist wird vielen erst bewusst, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten. Während einzelne Extraschläge oft harmlos sind, gibt länger anhaltendes Herzstolpern berechtigten Anlass zur Sorge. Denn Herzrhythmusstörungen können den Herzmuskel - je nach Vorerkrankung der Patienten - deutlich schwächen.


Das Herz braucht Magnesium
Damit sich die elektrische Erregung, die für die Herzaktion verantwortlich ist, über die einzelnen Herzmuskelzellen auf das gesamte Herz ausbreiten kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen wie Magnesium erforderlich. Liegt das Powermineral nur in ungenügender Menge vor, kann das Herz leicht aus dem Rhythmus kommen. Wie die Deutsche Herzstiftung e. V. warnt, ist ein extremer Magnesiummangel sogar in der Lage, lebensbedrohliches Kammerflimmern und damit einen plötzlichen Herztod mitzuverursachen. Zahlreiche Untersuchen legen indes den Umkehrschluss nahe, dass ein erhöhter Verzehr von Magnesium das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen senken kann.

Öfter Nüsse und Gemüse
Belegt wird dieser positive Effekt auch durch die amerikanische ARIC-Studie. "Bei hoher Magnesiumkonzentration im Blutserum war das Risiko für plötzlichen Herztod um 55 Prozent geringer", fasst Professor Dr. Jürgen Vormann das Ergebnis zusammen. Im Hinblick auf die Ernährung rät der Leiter des Instituts für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning/München dazu, die Zufuhr von magnesiumreichen Lebensmitteln wie Nüssen, Vollkornprodukten und Gemüse zu erhöhen. Sollte dies nicht ausreichend sein, empfiehlt Professor Vormann die Einnahme von Magnesium in Form von körperfreundlichem und schnell aktivem Magnesiumcitrat, wie zum Beispiel in Magnesium-Diasporal 300 Trinkgranulat. Abends getrunken, wirke das apothekenpflichtige Medikament zudem entspannend.

Zwei natürliche Gegenspieler
Magnesium ist ein Calcium-Antagonist. Der Mineralstoff sorgt dafür, dass die anregende Wirkung des Calciums nicht überhandnimmt, die auch bei Herzrhythmusstörungen eine Rolle spielen kann. Da sich beide Stoffe bei der Aufnahme im Darm gegenseitig beeinträchtigen, sollten sie nicht unbedingt gleichzeitig eingenommen werden. Vor allem bei der Einnahme von hochdosierten Magnesium- (300 Milligramm) und Calciumpräparaten (1.000 Milligramm) raten Experten, zwei bis drei Stunden Abstand zu halten und Calcium beispielsweise morgens und Magnesium abends einzunehmen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 20 September 2012 15:48
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